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21.07.2010 11:39

Langjährige Frauenarbeit geleistet

Von: Dr. Ernst-Michael Stiegler

Elke Fauth, Frauenbeauftragte der Hochschule RheinMain, geht in den Ruhestand.

Zertifikat familiengerechte hochschuleElke Fauth verabschiedet sich Ende Juli von ihrer langjährigen Tätigkeit in der Frauenarbeit an der Hochschule RheinMain. Der Senat der Hochschule – damals noch Fachhochschule Wiesbaden – wählte sie im Jahr 2004 zur Frauenbeauftragten. Bereits seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts engagierte sich Elke Fauth als stellvertretende Vorsitzende in der Frauenkommission der FH.

Und es gab noch eine ganz besondere „Vor-Leistung“ von ihr: Sie begann ihr Studium im Wintersemester 1987/88 im Startsemester des neu errichteten Fachbereichs Informatik. Somit gehörte sie zu den ersten Studentinnen und Studenten dieser Fachrichtung in Wiesbaden. Zu einer Zeit, als sich Lehrende und Lernende mit Provisorien herumplagen mussten, beispielsweise mit der „Hospitanz“ in der Gesamtschule Klarenthal, weil die entsprechenden Räumlichkeiten auf dem Campus Kurt-Schumacher-Ring noch fehlten. Dennoch blieb sie dem Fachbereich Informatik treu: Nach ihrem Diplom nahm Elke Fauth dort im Jahr 1991 eine Beschäftigung als Laboringenieurin auf. Sie wurde später, nach einer Änderung im Hessischen Hochschulgesetz, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den Informatikern.

Erfolgreicher Rückblick
Im Jahr 2007 konnte sich Elke Fauth über die Zertifizierung „familiengerechte Hochschule“ freuen. In diesem Jahr wurde die Zertifizierung erneut ausgesprochen. Dass der Anteil der Professorinnen bei den Lehrenden in den vergangenen Jahren zugenommen hat, gibt Anlass zum Optimismus bei Elke Fauth: „ Da hat sich viel getan und wird sich auch mit Sicherheit noch weiterhin viel tun.“

Ein sehr gutes Ergebnis ist beim Mentorinnennetzwerk erreicht worden. Dieses lief zwar „anfangs schleppend an“ (Elke Fauth), aber im Jahr 2009 waren zwölf studentische Mentees zertifiziert, und das Interesse bei den Studentinnen boomt weiter. Prinzip des Mentorinnennetzwerks ist, dass sich Frauen aus der beruflichen Praxis für ein Jahr zur Verfügung stellen und den Studentinnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dazu gehört, dass sich die Mentorinnen und die Studentinnen mindestens sechs Mal im Jahr treffen und ihre Erfahrungen austauschen. Aufgrund des Aufschwungs des Mentorinnennetzwerks besteht in Hessen inzwischen das europaweit größte Mentorinnennetzwerk für technische Bereiche.

Was nimmt sich Elke Fauth für ihre Zeit nach der Hochschule vor? „Alles etwas ruhiger angehen und endlich lesen, lesen, lesen!“