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16.12.2009 15:24

„Wissenschaft und Wirtschaft profitieren voneinander“

Von: Birte Müller-Heidelberg

Feierstunde an der Hochschule RheinMain: Wissenschaftsministerin vergibt fast eine Million Euro LOEWE-Fördergelder.

An einem der von der Ministerin ausgezeichneten Projekte beteiligt ist Prof. Dr. Werner Quint von der Hochschule RheinMain.
Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (links im Bild) verteilte fast eine Million Euro an der Hochschule RheinMain für ein hessenweites Förderprogramm: So hoch dotiert sind sechs Zuwendungsverträge für LOEWE-Verbundprojekte im Rahmen der Förderlinie 3. Mit zu den Kooperationspartnern eines dieser Projekte („Generische Software-Prozessmodellierung“) gehört der Fachbereich Design Informatik Medien. Hochschul-Ansprechpartner ist hierbei Prof. Dr. Werner Quint (rechts).


Die Zuwendungsverträge übergab die Ministerin im Senatssaal der Hochschule RheinMain in Beisein von Vertretern der geförderten Unternehmen und von Mitarbeitern der Hessen-Agentur, die die Förderlinie 3 des LOEWE-Programms administrativ lenken und begleiten.

 

Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst


„Wissenschaft und Wirtschaft profitieren voneinander“

Staatsministerin Kühne-Hörmann übergibt Zuwendungsverträge über 850.000 Euro für LOEWE-Verbundprojekte zwischen kleinen und mittleren Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen


Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann hat Zuwendungsverträge im Rahmen des LOEWE-Programms für sechs Projekte auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik übergeben. Die Verbundvorhaben im Rahmen der Förderlinie 3 – in der die Zusammenarbeit zwischen kleinen und mittleren Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gefördert werden soll –  werden vom Land mit zusammen 850.000 Euro unterstützt. Zuzüglich der Kofinanzierung der beteiligten Unternehmen belaufen sich die Projektausgaben auf insgesamt knapp 2,2 Millionen Euro.

„Der Wissenstransfer zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft spielt aufgrund der Wirtschaftsstruktur Hessens eine große Rolle für das Land“, sagte die Ministerin bei der Feierstunde in der Hochschule RheinMain. Mit der Förderlinie 3 des LOEWE-Programms würden neue Verbünde gefördert und regionale Netzwerke geschaffen: „Während bei den Wissenschaftlern die Forschung im Mittelpunkt steht, ist es bei den Wirtschaftsakteuren notwendigerweise der Praxisbezug. Beide können damit voneinander lernen, aber auch profitieren.“

Die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann verteilte Fördergelder in Höhe von 850.000 Euro.Mit dem wettbewerblich organisierten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Landesprogramm LOEWE hat das Land Hessen eine deutliche Stärkung seiner Forschungs- und Innovationskraft in die Wege geleitet. In der laufenden Legislaturperiode bis 2013 stehen dafür insgesamt 410 Millionen Euro bereit.

Zu den grundsätzlichen Zielen des LOEWE-Programms mit seinen drei Förderlinien zählt nicht nur, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gestärkt werden soll. Es gilt auch, die gezielte Weiterentwicklung der hessischen Forschungslandschaft mit Innovationsmaßnahmen für die hessische Wirtschaft zu verbinden – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. In anwendungsbezogenen Forschungsbereichen soll dadurch ein unmittelbarer Bezug zur Wirtschaft und zur Schaffung weiterer hochqualifizierter Arbeitsplätze hergestellt werden. Außerdem soll die Innovationskraft vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen zur Schaffung zukunftsorientierter Arbeitsplätze durch die Förderung von Verbünden mit den Hochschulen gestärkt werden.

Für die explizit auf die Förderung von Verbundvorhaben zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen ausgerichtete Förderlinie 3 stehen pro Jahr zehn Prozent des LOEWE-Gesamtbudgets zur Verfügung.

Alle sechs Verbundprojekte, denen Ministerin Kühne-Hörmann die Zuwendungsverträge übergab, gehören zum Themenfeld der Informations- und Kommunikationstechnologien. In diesen Projekten sind insgesamt 14 kleine und mittlere Unternehmen mit Standorten in Wiesbaden, Darmstadt, Beerfelden (Odenwaldkreis) und Kassel sowie sechs Hochschulinstitute in Darmstadt, Kassel, Gießen-Friedberg und Wiesbaden als Partner beteiligt.

Die Wirkung der Förderlinie 3 wird nach den Worten der Ministerin bei der Betrachtung aller bisher bewilligten Verbundprojekte besonders deutlich: Seit Beginn des LOEWE-Programms wurden insgesamt 46 solcher Projekte zur Förderung ausgewählt. Daran sind 94 Unternehmen, 51 Hochschulinstitute und 19 außerhessische Partner beteiligt. Die LOEWE-Förderung für diese 46 Projekte beträgt insgesamt rund 9,4 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben der Projekte (einschließlich der Kofinanzierung durch die beteiligten Unternehmen) belaufen sich auf etwa 22,6 Millionen Euro.

Gefördert werden dabei Projekte aus den Gebieten Informations- und Kommunikationstechnologie, Medizintechnik, Energietechnologie, Biotechnologie, Maschinenbau/Produktionstechnik, Optische Technologien und Nanotechnologie. Die Förderlinie 3 des LOEWE-Programms wird von der Hessen-Agentur administrativ gelenkt und begleitet.

Folgende Verbundprojekte haben den Zuwendungsvertrag von Ministerin Kühne-Hörmann bekommen:

  • „StoryTec – Entwicklung einer Autorenumgebung zur Produktion von Lernspielen auf diversen Plattformen (PC, Web, mobil, Konsole)“
    Konsortialführer: Braingame Publishing GmbH, Wiesbaden
    Projektbeschreibung: Neue Programmierplattform, die direkt auf die Entwicklung von Lernspielen ausgerichtet wird.
  • „In Dokument – internetbasierte Dokumentationserstellung“
    Konsortialführer: dictaJet Ingenieurgesellschaft mbH, Wiesbaden
    Projektbeschreibung: Entwicklung eines online Redaktionssystems zur Bereitstellung und Bearbeitung von produktbezogenen Herstellerinformationen.
  • „Generische Software-Prozessmodellierung für Open Source Programme“
    Konsortialführer: OS-Competence GbR, Wiesbaden
    Projektbeschreibung: Entwicklung einer Prozess-Bibliothek (Datenbank) zur bedarfsorientierten und unternehmensspezifischen Implementierung von Open Source Programmen.
  • „PlugMark – Wasserzeichen und Suche so einfach wie Plug&Play“
    Konsortialführer: CoSee GmbH, Darmstadt
    Projektbeschreibung: Entwicklung von digitalen Transaktionswasserzeichen zum Schutz des Urheberrechts von geistigem Eigentum im Internet.
  • „Unterflur E-Card-Leser“
    Konsortialführer: Industrialpartners GmbH, Beerfelden
    Projektbeschreibung: Entwicklung eines neuen Hybridkartenlesemoduls, das durch eine neurartige mechanische Lösung das Auslesen von Magnetstreifen und Chip in einem Schritt ermöglicht.
  • „Prometheus Plug-in“
    Konsortialführer: Yatta Solutions GmbH, Kassel
    Projektbeschreibung: Entwicklung eines Werkzeugs (Plug-in), um die Softwareentwicklung einfacher, schneller und günstiger zu machen.