Geboren in einer Stuttgarter Architektenfamilie, sammelte er erste Erfahrungen an den Baustellen und im Architekturbüro des Vaters und Onkels, Gerhard Fritz und Prof. Erich Fritz. Fasziniert von den vielfältigen neuen, formalen und konstruktiven Möglichkeiten des Bauens, entschied er sich früh für einen "experimentellen" Ansatz in der Architektur. Schon als Student arbeitete er in in einem Forschungsprojekt "Gestaltuntersuchungen an Weitgespannten Flächentragwerken" bei Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jödicke, das ihm ermöglichte, die architektonische "Avantgarde" real zu erleben und zu analysieren. Inspiriert hiervon entwickelte er u.a. seinen Studienentwurf "Waldkindergarten" als Holz-Gitterschale, der auf Pädagogen-Kongressen vorgestellt und in der Fachpresse unter "Experimentelles Bauen" veröffentlicht wurde. Während seines Studiums an den Universitäten Hannover und Stuttgart unternahm er ausgedehnte Studienreisen in ca. 35 Länder und arbeitete in einer französischen "Agence d' Architecture" in Abidjan, Elfenbeinküste an Wohnungsbauten. Nach seinem Diplom, 2/1976, begann er im Stuttgarter Architekturbüro von Prof. Dipl.- Ing. Rolf Gutbrod, bekannt für künstlerische, "antroposophische" Bauten. Er war Teamleiter für die Mehrzweckhalle Jeddah, S.A. eine Zeltkonstruktion in Kooperation mit Prof. Dr.-Ing. Frei Otto und Mitarbeiter am Wettbewerb "Mannesmann Hauptverwaltung" (1.Preis). Zwei Jahre später holte ihn Frei Otto in sein eigenes Büro, das international renommierte "Atelier Warmbronn", wo er zunächst als Projektleiter und seit 1981 als Büroleiter an internationalen Wettbewerben und Bauten mitwirkte. Zu seinen wichtigsten Projekten zählen: Regierungszentrum Riyadh, S.A., Diplomatic Club Riyadh - inzwischen "Tuwaiq Palace" genannt. Dieses Bauwerk erhielt 1998 den "Aga Khan Award for Architecture" . Hooke Park Forest School, England, das Wohnbauprojekt "Ökohäuser für die Internationale Bauausstellung Berlin", Voliere München, Pneumatisch überdachte Stadt "58° North", Kanada. Zeltkonstruktion Gatlinburg, Tennessee, USA. (Mehr Info).Ende 1983 wechselte er an das Forschungsinstitut von Frei Otto an der Universität Stuttgart, das weltweit bekannte IL, "Institut für Leichte Flächentragwerke", um seine praktischen, entwerferischen Fähigkeiten zu ergänzen durch Erfahrungen in Forschung, Lehre und schriftstellerischer Tätigkeit. Seit 1986 ist Prof. Fritz Mitglied der Architektenkammer und auch mit eigenen Planungen, Beratungen, Vorträgen, Seminaren und Workshops sowie Fachpublikationen gefragt. Dazu gehören auch einige Umbau - u. Sanierungsprojekte. Der sensible Umgang mit historischer Bausubstanz sowie auch die partielle Ausführung in handwerklicher Eigenarbeit war eine Abwechslung zur Planungstätigkeit an Großprojekten und eine wichtige Erfahrung von Kreativität auf einer anderen Ebene. Hauptziel jedoch blieb die Suche nach neuen architektonischen Lösungen. Betonschalen-Projekte mit dem, für künstlerische Schalenbauten bekannten, Architekten Michael Balz und dem legendären Schweizer Bauingenieur und Schalenbau-Pionier Prof. Dr.-Ing. Heinz Isler sowie künstlerische Projekte, wie die "Kunstspirale" mit dem Architekten Thomas Fischer ( Bauen + Wohnen 6/1987). (Mehr Info) Anfang 1988 folgte er der Einladung als Dozent an die Ecole d' Ingenieurs Biel/Bienne wo er das Ingenieurfach für Architekten unterrichtete und den Versuchsbau für eine Kragkuppel aus Holz realisierte. Ende 1988 nahm er den Ruf als Professor an die Hochschule Rhein Main, Wiesbaden an. Er unterrichtet Entwurf, Baukonstruktion und Computergestütztes Entwerfen (CAD) sowie "Sonderkonstruktionen" (Zeltkonstruktionen) und "Schalenkonstruktionen". Mehr Info . Er wohnt und arbeitet heute in seiner eigenen "Holz-Schalenkonstruktion" einem experimentellen Wohnatelier in Bad Schwalbach, von der Presse mehrfach erwähnt und sogar als "Kunstwerk" gelobt wurde. Mehr Info . Seine Forschungsthemen an der Hochschule sind "Holz - Schalenkonstruktionen", "Naturintegriertes Bauen - Ökologische Siedlungskonzepte für den Aussenbereich" sowie "Leichte Flächentragwerke" und "Ökologisches Bauen mit gekrümmten Rundhölzern", das u.a. die Biegsamkeit europäischer, frischer Rundhölzer und ihre spezifischen "Biegelinien" untersucht. Mehr Info .Sein Versuchsbau "Öko-Arche" in Idstein ist zwar eines seiner kleinsten, zugleich aber das - mit ca. 25 Veröffentlichungen im In - u. Ausland - am meisten veröffentlichte Projekt. Es erhielt eine Anerkennung beim "Preis für Ökologisches Bauen mit Holz in Hessen".
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