TECHNISCHE INFORMATIONEN STUDENTCARD

Technische Informationen

Die Mifare-Chipkarte gehört zur Gruppe der “Intelligenten Speicherchipkarten”. Als kontaktlose Karte hat sie sich zu einem weltweiten Quasi-Standard durchgesetzt. Die Kommunikation zwischen Karte und Kartenlesegerät erfolgt per Funkübertragung. Es sind daher keine Kontakte auf der Kartenoberfläche sichtbar. Hierdurch sinkt erheblich die Störanfälligkeit des Gesamtsystems (Karte, Kartenlesegerät). Kontakte können nicht verschmutzen und mechanische Bauteile zur Kontaktierung fallen weg.

Format und Aufbau

Das Format der Karte entspricht dem Typ ID-1 und wird in der ISO-Norm 7810 definiert („Scheckkartenformat“).

  •     Länge: 85,60 mm
  •     Breite: 54,00 mm
  •     Dicke: 0,76 mm +/- 0,08 mm
  •     Radius der Ecken: 3,18 mm +/- 0,30 mm


Die Karte wird aus mehreren Kunststoffschichten zusammengestellt. Zwischen diesen Schichten wird der Chip eingebettet und die für die Funkverbindung notwendige Antenne grundsätzlich am Kartenrand verlegt.

In der Regel wird die Kartenoberfläche in zwei Arbeitsschritten bedruckt. Im ersten Schritt wird das grundsätzliche Design im Offset- bzw. im Siebdruckverfahren aufgetragen. Im Rahmen der Personalisierung wird die Chipkarte u. a. mit den persönlichen Daten (Name, Matrikelnummer etc.) im Thermotransfer-Verfahren bedruckt.

Die Kapazität beträgt ein KByte. Die Mifare-Karte besitzt eine stark vorstrukturierte Architektur von 16 voneinander getrennten und unabhängig nutzbaren Sektoren gleicher und fixer Größe. Die Zugriffsberechtigungen sind getrennt vergebbar. Jedem Sektor wird ein Leseschlüssel und ein Schreib-/Leseschlüssel zugeordnet. Hierdurch wird es möglich, die Chipkarte multifunktional einzusetzen.

Der Chip arbeitet mit einem Antikollisionsprotokoll. Sollten mehrere Karten in die Nähe eines Lesegerätes kommen, wählt das System eine aktive Karte aus und setzt alle anderen Karten in eine Warteschleife, bis die Transaktion mit der aktiven Karte abgeschlossen ist.  

Datenorganisation

Wie bei Prozessorkarten werden die Informationen für die unterschiedlichen Anwendungen getrennt gehalten. Man kann in der Prozessorkarte vorhandene Dateien mit den Sektoren auf der Mifare-Karte vergleichen. Auch hier werden die Informationen für die unterschiedlichen Anwendungen getrennt hinterlegt.

Zugriffsbedingungen

Die Mifare-Karte lässt sich nur über Schaltkreise ansprechen, die ausschließlich für Mifare entwickelt wurden. Der Datenstrom von und zur Karte wird über projekt- sektor-, karten- und sitzungsindividuelle Verschlüsselungen gesichert.

Im Wesentlichen wird das Lesen eines Sektors mit Schlüssel A das Schreiben desselben mit dem Schlüssel B realisiert. Entsprechendes gilt für die Börse, die auch hier eine speziell unterstützte Datenstruktur darstellt: das Lesen und Debitieren wird mit Schlüssel A gesichert, das Aufwerten mit Schlüssel B.  

Sicherheitsmerkmale Mifare-Chip

  •     Schnelles Antikollisionsprotokoll
  •     Individuelle Zugriffsrechte für jeden Sektor
  •     Individuelle Schlüssel für jeden Sektor
  •     Gegenseitige Authentisierung (Karte – User)
  •     Datenverschlüsselung während der Übertragung
  •     CRC-Prüfsummenbildung und Transportcode

Technische Daten

Name Mifare
Datenübertragung kontaktlos
Frequenz 13,56 MHz
Übertragungsgeschw. lesen: 2,5 ms/Block
Übertragungsgeschw. schreiben: 6 ms/Block
Transaktionszeiten < 100 ms
Reichweite (abhängig von Antennengeometrie und Gehäuseform des Lesegerätes) bis zu 100 mm
Speicherkapazität 1024 Byte EEPROM
Nutzbarer Speicher 768 Byte
Aufteilung des Speichers 16 Sektoren mit je 4 Blöcken à 16 Byte
Lebensdauer des Chip 100.000 Schreibzyklen, 10 Jahre Datenerhalt