WOHNEN MIT ENERGIEGEWINN? ZUKUNFT DES NACHHALTIGEN BAUENS

Wohnen mit Energiegewinn?
Zukunft des Nachhaltigen Bauens

Für die Energiewende in Deutschland ist die energetische Sanierung bestehender Gebäude ein wichtiger Faktor. Ziel der Politik ist es, bis 2050 einen annähernd klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Der Wohnungssektor soll mit der Erhöhung der Gebäudeeffizienz und der Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien einen wirkungsvollen Beitrag zu den Klimazielen der Bundesregierung leisten.

Bei Neubauten sollen statt Niedrigenergiestandards möglichst bald Häuser mit Energiegewinnen verbindliche Realität sein. Eine Modernisierungsstrategie für den Bestand an Wohnungen erfordert dagegen eine langfristige Ausrichtung. Dafür scheint bis 2030 eine Sanierungsrate von mindestens 2% des Gebäudebestands mit Anteilen von Teil- und Vollsanierungen zwingend geboten. Zur Zielerreichung werden wahrscheinlich auch höhere Sanierungstiefen notwendig.

Wie sieht aber die Realisierung dieser klimaneutralen Neubau- und Sanierungsvorhaben aus? Für die Nutzer und Nutzerinnen führen Modernisierungsmaßnahmen in der Regel zu höheren Folgekosten als künftige energetische Einsparungen. Je nach verfügbarem Haushaltseinkommen können sie gegebenenfalls eine untragbare finanzielle Belastung darstellen. Dies kann zu einem sozialpolitischen Umsetzungshemmnis führen. Der angestrebte Erfolg im oben genannten Zeitrahmen wird damit in Frage gestellt.

Im Symposium werden Standards für den modernen Wohnungsbau vorgestellt, Chancen für die zukünftige Realisierung von Häusern mit Energiegewinn aufgezeigt und Handlungsstrategien dargestellt, um durch Sanierungen im Gebäudebestand zu den von der Politik angestrebten Zielen beizutragen.

Zielgruppen:
VertreterInnen von kommunalen Institutionen, Städten und Gemeinden, BürgermeisterInnen, kommunale MandatsträgerInnen, VertreterInnen von Vereinen und Verbänden, MitarbeiterInnen in Architektur-, Planungs- und Ingenieurbüros, Planungsbehörden und kommunalen Planungsämtern sowie Studierende.

 Flyer

Programm:
09:00 - 09:15 Uhr: Begrüßung

Prof. Dr. Detlev Reymann, Präsindent der Hochschule RheinMain


09:15 - 10:15 Uhr: Perspektiven der Energiewende im Bauwesen

Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Boeschen, Hochschule RheinMain, Wiesbaden
Dipl.-Ing. (FH) Peter Starfinger, Ingenieur-Akademie Hessen GmbH, Wiesbaden


11:00 - 11:15 Uhr: Kaffeepause


11:15 - 12:00 Uhr: Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden mit Passivhauskomponenten - Energieeffizienz versus Denkmalschutz?

Dipl.-Ing. (FH) Oliver Körber, M.Eng, Technische Hochschule Mittelhessen, Gießen


12:00 - 12:45 Uhr: Mittagspause


12:45 - 14:15 Uhr: Exkursion - Aktueller Städtebau anhand des Wiesbadener Künstlerviertels

Dietrich Schwarz, Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH, Wiesbaden


14:15 - 15:00 Uhr: Gebäudeeffizienz für Neubauten und Bestand - Strategie und Verantwortung eines Unternehmens der Wohnungswirtschaft

Dipl.-Ing. Arne Schreier, bauverein AG, Darmstadt


15:00 - 15:15 Uhr: Kaffeepause


15:15 - 16:00 Uhr: Die Bedeutung der Energieeffizienz für Zukunftsperspektiven beim Bau

Jessica Grove-Smith, MPhys, Passivhaus Institut, Darmstadt


16:00 - 16:45 Uhr: Wohnen mit Energiegewinn? Vom Programm zur Umsetzung - Zusammenfassung, Konsequenzen, Diskussion und Ausblick

Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Boeschen, Dipl.-Ing. (FH) Peter Starfinger und o.g. ReferentInnen


Informationen und Anmeldung:

Anmeldeschluss: 29.04.2014

Kosten: 125 Euro

Tagungsort: Hochschule RheinMain, Kurt-Schumacher-Ring 18, Gebäude D 
Sie können sich per E-Mail (iwib(at)hs-rm.de) und Fax (0611-94953146) anmelden oder nutzen Sie unser 
Online-Anmeldeformular
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Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen erhalten 6 Fortbildungspunkte, sobald sie die Teilnahmebescheinigung in Kopie der AKH zusenden. 


Mitgliedern der Ingenieurkammer Hessen werden 6 Unterrichtseinheiten anerkannt. Die Teilnahmebescheinigung ist online unter  www.ingkh.de einzupflegen.


Die Veranstaltung wird in enger Kooperation mit der Fachhochschule Frankfurt am Main und der Hochschule Geisenheim im Rahmen des gemeinsamen Masterstudiengangs „Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen“ (UMSB) durchgeführt.


Informationen zum Studiengang UMSB unter:  www.umsb.org


Weitere Kooperationspartner
BDLA - Bund Deutscher Landschaftarchitekten, Landesgruppe Hessen e.V.

BUND - Landesverband Hessen e. V.

HSGB - Hessischer Städte- und Gemeindebund e. V.

HStT - Hessischer Städtetag

HVNL - Hessische Vereinigung für Naturschutz und Landschaftspflege e. V.
Regionalverband FrankfurtRheinMain

SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e. V.

UVP - Gesellschaft e.V.