FACHKONGRESS - FREMDUNTERBRINGUNG QUALIFIZIEREN

Fachkongress - Fremdunterbringung qualifizieren

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Fremdunterbringung qualifizieren - Praxiswende einleiten
- Professioneller Kontext, Elternarbeit, Rückführung -
vom 21. bis 23. September 2015 an der Hochschule RheinMain, Wiesbaden


Kooperationsveranstaltung des Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge, Berlin und dem Institut ISAPP am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule RheinMain Wiesbaden

Tagungsleitung

  • Prof. Dr. Josef Faltermeier, Hochschule RheinMain Wiesbaden, FB Sozialwesen
  • Réka Fazekas, Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., Berlin


weitere Referentinnen und Referenten

  • Michael Biene, Institut SIT, Oberdiessbach/ Schweiz
  • Dr. Marie-Luise Conen, CONTEXT, Institut für Systemische Therapie und Beratung, Berlin
  • Sabine Gallep, Wiss. Referentin im Deutschen Verein, Berlin
  • Elisabeth Helming, Deutsches Jugendinstitut München
  • Delia Kraemer, GEBIT GmbH & Co. KG, Münster/Wf.
  • Thomas Mörsberger, Rechtsanwalt, Lüneburg
  • Dr. Remi Stork, Diakonie Rheinland Westfallen Lippe
  • Alexandra Szylowicki, Kompetenzzentrum Pflegekinder e. V., Hamburg

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Termin  Montag, 21. September bis Mittwoch, 23. September 2015

Tagungsort Hochschule RheinMain Wiesbaden, Fachbereich Sozialwesen

Tagungskosten     225,-- €  (ohne Übernachtung, Frühstück und Abendessen)
Im Tagungspreis sind Mittagessen am 21., 22. und 23.09.2015 sowie kleine Snacks enthalten (z. B. Kaffee, Obst, Wasser, Brötchen).

Anmeldungen        bis Montag, 17. August 2015

(Jetzt anmelden)


Der seit vielen Jahren anhaltenden Diskussion über den Anstieg der Kostenentwicklungen in den Erzieherischen Hilfen einerseits und den doch eher begrenzten Erfolgen der Öffentlichen Erziehung  andererseits steht die Forderung nach einer grundlegenden Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung gegenüber. Dabei beziehen sich diese vor dem Hintergrund entsprechender Forschungsergebnisse vor allem auf eine neue Einordnung der Rolle von Herkunftseltern/ - familien und der Arbeit mit ihnen. Dies ist verbunden mit der Notwendigkeit, das Verhältnis von Herkunftsfamilien und Erzieherischen Hilfen teilweise „neu“ zu denken. Hierfür sind neue Entwürfe für konzeptionelle Entwicklungslinien, fachliche Standards und für die strukturellen Rahmenbedingungen der Erzieherischen Hilfen erforderlich. Es gilt deshalb, mit neuen und bewährten, jedenfalls wirksamen Konzepten und qualifizierter  fachlicher Ausstattung die Praxis vor Ort in diesen Bemühungen zu unterstützen und neue Orientierungen und Handlungsstrategien aufzuzeigen.  
Der Fachkongress will sich diesen Herausforderungen annehmen: Die theoretische Begründung für eine neue Austarierung der Erzieherischen Hilfen zusammenfassen, wirksame Konzepte von  Elternarbeit und Restabilisierung vorstellen und die Bedingungen und Arbeitsansätze für die Rückkehr von Kindern in ihre Herkunftsfamilien ausloten. Wie  kann künftig die Fremdunterbringung erfolgreich ausgestaltet werden - von der Vorbereitung über die Vermittlung und Beendigung/ Nachbereitung? - und was können die sozialen Dienste öffentlicher und freier Träger für eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft, in die Eltern aktiv mit einbezogen werden, tun?

Die Veranstaltung wendet sich sowohl an Leitungskräfte und Fachkräfte von öffentlichen und freien Trägern, insbesondere aus den Allgemeinen Sozialen Diensten, den Erzieherischen Hilfen, aus dem Pflegekinderwesen und der Heimerziehung, aber auch an Pflegeeltern und an alle, die sich mit der Thematik der Erzieherischen Hilfen und der Eltern- und Familienarbeit befassen.


            P R O G R A M M

Montag, 21. September 2015

11.00    Begrüßung
Reka Fazekas,  Deutscher Verein, Berlin
Josef Faltermeier, Hochschule RheinMain Wiesbaden

11.15 - 12.15    Josef Faltermeier    
Paradigmenwechsel in den Erzieherischen Hilfen - Herkunftsfamilien als Family-Partnership: Herausforderungen an die Erzieherischen Hilfen“
anschl. Plenumsdiskussion „Praxiswende einleiten - warum, wie?“

12.15 - 13.00    Sabine Gallep
Zielperspektiven des Deutschen Vereins zu den Hilfen zur Erziehung  -
Einordnung weiterer Empfehlungen bundesweiter Organisationen

13.00 - 14.00 Uhr     Mittagspause

14.00 - 15.00     Professionelle Fremdunterbringungen - Erziehungspartnerschaft konkret:

Alexandra Szylowicki    
Anforderungen an eine professionelle Pflegekinderhilfe  

    Kurze Pause

15.15 - 16.15    Delia Kraemer   
Fachliche Standards in der Heimerziehung

            
16.30 - 17.30 Uhr    anschließend Diskussion im Plenum
„Fachliche Standards in der Fremdunterbringung“
    
17.30 - 18.15 Uhr    Delia Kraemer  
Rückkehr von Kindern in die Herkunftsfamilien  - Voraussetzungen für eine erfolgreiche Praxis

18.15 - 18.30   Reka Fazekas/ Josef Faltermeier
Zusammenfassende Kernpunkte des Tages und Ausblick


Dienstag, 22. September 2015
     
09.30    Einführende Anmerkungen und Kommentierung der Themenschwerpunkte

09.45 - 11.00 Uhr    Marie-Luise Conen
Eltern- und Familienarbeit in Zwangskontexten - aber wie?

11.15 - 13.00 Uhr    Marie-Luise Conen
Besprechung von Praxisbeispielen im Plenum

13.00 - 14.00 Uhr    Mittagspause

Elternarbeit heute:


14.00 - 14.45 Uhr    Remi Stork
Elternpartizipation in den stationären Hilfen - Zwischenergebnisse eines Projekts
    
14.45 - 15.45 Uhr    Michael Biene
Systemische Interaktionsberatung:
Mit Herkunftseltern und -familien  arbeiten: Anders, besser, erfolgreicher  - Anleitungen zum selber machen?“


15.45 - 16.00 Uhr     Pause

16.00 - 17.00 Uhr    Elisabeth Helming
Zusammenarbeit mit Eltern, deren Kinder sexuelle Gewalt erfahren haben    

17.00 - 18.00 Uhr    Remi Stork
Dialogisches Elterncoaching - partnerschaftlich und ressourcenorientiert

18.00 - 18.30 Uhr   Moderation: Reka Fazekas/ Josef Faltermeier
Zusammenfassung der Kernpunkte und Diskussion mit dem Plenum
       

Mittwoch, 23. September 2015

09.30    Reka Fazekas
Begrüßung und Erläuterungen zu den Tagesthemen
           

09.45 - 10.30  Uhr     Workshops „Praxis der Elternarbeit“
•    Systemische Interaktionsberatung
•    Elternarbeit bei sexueller Gewalt

10.45 - 12.15 Uhr    Thomas Mörsberger
            Fremdunterbringung ohne Entfremdung - Funktionen des Rechts
            anschl. Plenumsdiskussion

12.30 - 13.30 Uhr    Zur Reform der Fremdunterbringung - die nächsten Schritte
            Ein Rundgespräch mit Referent_innen und Plenum
            Moderation: Josef Faltermeier

13.30 Uhr     Reka Fazekas
Schlussbemerkungen
   

anschl. Mittagessen/ Ende der Tagung

Referentinnen/ Referenten

Michael Biene
Oberdiessbach, Schweiz, Diplom-Psychologe, Begründer des familientherapeutischen Projekts
Triangel in Berlin, Leiter des SIT-Instituts in Bern mit dem Schwerpunkt Implementierung
Elternaktivierender Arbeitsformen in Institutionen und Sozialräumen

Dr. Marie-Luise Conen
Context-Institut für systemische Therapie und Beratung, Berlin

Prof. Dr. Josef Faltermeier
Dipl. Päd. u. Dipl. Sozialarbeiter, Dr. phil, bis 2009 Abteilungsleiter beim Deutschen Verein, Berlin,
2009 bis 2011 Vertretungsprofessur und Honorarprofessor am FB Sozialwesen der Hochschule
RheinMain Wiesbaden, von 2011bis 2014 Dekan des FB Sozialwesen

Réka Fazekas
Ass. jur., Studium der Rechtwissenschaften in Berlin. Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Johannes Münder, Lehrstuhl für Familien- und Sozialrecht, TU Berlin, seit 2013 wissenschaftliche Referentin im Deutschen Verein für öffentliche  und private Fürsorge e. V., Arbeitsfeld II (Kindheit, Jugend, Familie, Soziale Berufe). Dort zuständig für Grundsatzfragen der Kinder- und Jugendhilfe,
Kinderschutz, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Sabine Gallep
Berlin, wissenschaftliche Referentin im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., von 2008 bis 2011 Dozentin für Sozialrecht für das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung des Landes Rheinland-Pfalz.

Elisabeth Helming
München, Dipl.-Soziologin, seit 1991 wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut e.V. in München; Forschung in verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe: Ambulante Hilfen zur Erziehung, Gendermainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe, Pflegekinderhilfe in Deutschland, Kurzevaluation Frühe Hilfen, Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen.  Aktuell tätig als „Senior Researcher“ in der Fachgruppe „Familienhilfe und Kinderschutz“.

Delia Kraemer
Diplom-Sozialpädagogin, Supervisorin/Organisationsberaterin, Produktkoordinatorin Fort- und Weiterbildung in der GEBIT Münster, Langjährige Erfahrungen in den Bereichen ‚Sucht‘, ‚Arbeit mit sexuell missbrauchten Mädchen‘, ‚Controlling /Qualitätsentwicklung‘ und Leitungsfunktionen im Jugendamt, Fortbildungsreferentin zu spezifischen Themen der ‚Frühen Hilfen‘ und ‚Rückführung‘

Thomas Mörsberger
Lüneburg, Rechtsanwalt, von 1993 bis 2004 Leiter des Landesjugendamts Baden (Karlsruhe), seit
1999 Vorsitzender des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF), Heidelberg,
Mitglied des Runden Tisches Heimerziehung (2009/2010).

Remi Stork
Diplom-Pädagoge, Dr.phil, Referent bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Qualitätsentwickler im Kronberger Kreis für Dialogische Qualitätsentwicklung e.V

Alexandra Szylowicki
Diplompädagogin und systemische Coachin DGSF, zwischen 1993 und 2014 Leiterin des PFIFF in Hamburg, Mitbegründerin des Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V., Berlin, dort seit 2009 im Vorstand