Flörsheimer Zeitung

Der Verlag der 1897 gegründeten Flörsheimer Zeitung wurde 1908 von Heinrich Dreisbach gekauft und ist seither im Familienbesitz ( Homepage des Verlags Dreisbach: Verlagsgeschichte). Das Blatt erschien dreimal in der Woche, von 1906-1908 vorübergehend auch unter dem Namen "Flörsheimer Tagblatt". Die 27 Jahrgänge der "Flörsheimer Zeitung", die hier vorliegen (April 1906 bis Dezember 1932), dokumentieren eine Zeit großer Veränderungen für den im Jahre 1905 4.000 Einwohner zählenden Ort am Main.
Unter der Ägide des rührigen Bürgermeisters Jakob Lauck wurden in jenen Jahren u.a. Gasbeleuchtung (1909) und Wasserleitung (1926) eingeführt, die Riedschule errichtet (1912) und der Fährverkehr nach Rüsselsheim durch die ambitionierte Opel-Brücke ersetzt. In politischer Hinsicht umfasst der Zeitraum die französische Besatzung Flörsheims ab Dezember 1918, wie auch die Unruhen der rheinischen Separatisten 1919-1923.

Kostprobe aus der Landesbibliothek:
 Philipp Schneider: Zum Abschied von Jakob Lauck als Bürgermeister der Gemeinde Flörsheim. Eine Würdigung seiner Tätigkeit vom 29. September 1902 bis zum 1. Januar 1934. Flörsheim 1934. Standnummer: Gl 9308.

 Literatur über Flörsheim in der Hessischen Bibliographie

Ein ganz besonderer Beiträger zur Flörsheimer Zeitung war der spätere Ehrenbürger Jakob Altmaier (1889-1963), der als "Gänskippelschorsch" seit 1914 (unten sein erster "Leserbrief") unvergessene augenzwinkernde Kommentare zum lokalen Geschehen ablieferte.

Leider fehlen im vorliegenden Exemplar über die Jahre einige Nummern. Die Lücken können möglicherweise durch eine Kooperation mit dem Verlagsarchiv schon bald gefüllt werden.