TYPISCHES

Typisches

Typisch Deutsch von A-Z

 

A wie Abendbrot

 

Das Abendbrot ist eine typisch deutsche Tradition. Die meisten europäischen Länder essen abends "warm", in Deutschland versammeln sich viele Familien noch  um den Küchen- oder Esstisch und schmieren sich typischerweise auf Holzbrettchen Brote mit Butter und Käse oder Butter und Wurst. Die Zubereitung erfordert keinen großen Aufwand: Roggen-, Roggenmisch- oder Vollkornbrot in dünne Scheiben geschnitten, ein bisschen Butter. Käse (Tilsiter), Schinken (Schwarzwälder), Wurst (Jagdwurst). Zur Dekoration ein paar Tomaten und eine saure Gurke. Idealerweise entsprechen die Form und Größe von Käse-, Schinken- und Wurstscheibe der Form und Größe der Brotscheiben. Nur so entsteht die Harmonie, die ein echtes deutsches Abendbrot auszeichnet. Ein richtiges deutsches Abendbrot wird gemütlich an einem Tisch verspeist und nicht auf der Couch vor dem Fernseher hinuntergeschlungen. Ein Abendbrot ist ja ein Abendbrot und kein Sandwich. Mehr und mehr hat es sich aber eingebürgert - durch den Einfluss aus anderen Ländern (Urlaubsreisen etc.) und weil viele mittags bei der Arbeit keine warme Mahlzeit mehr zu sich nehmen, dass abends richtig gekocht wird.

 

B wie Belehren wollen

 

Die Deutschen sind in der Welt dafür bekannt, dass sie auf eine einfache kurze Frage gerne eine lange Antwort geben, in die sie dann allerhand Lehrreiches einfließen lassen, das der Fragende vielleicht gar nicht so genau wissen wollte. Dies ist vor allem auf Ämtern oft der Fall. Als typisch Deutsch gilt auch das „Recht haben wollen“ Vor der Protestbewegung in den 60er Jahren hieß es: „Regeln sind da, um eingehalten zu werden!“ Die danach geborenen sagen gerne, dass Regeln unwichtig sind und im Zweifelsfalle erst mal ignoriert werden können. Beiden Einstellungen gemeinsam ist die Abwesenheit von Empathie für die anderen und die Überzeugung, im Recht zu sein. Deswegen hat ein deutscher Autofahrer im Ausland oft keine Chance. Er verlässt sich auf die Verkehrsregeln, während die Einheimischen sich untereinander unabhängig von den Regeln verständigen und durchaus auch mal auf das eine oder andere Vorrecht verzichten, wenn dadurch alles flüssiger läuft.

 

C wie Currywurst

 

Typisch deutsche Erfindungen wurden sogar auf einer Briefmarke dargestellt: hier sehen Sie in der Mitte die Currywurst.
Die Erfindung der Currywurst wird laut Wikipedia Herta Heuwe, der Besitzerin einer Berliner Imbissbude zugeschrieben. die nach eigenen Angaben erstmals am 4. September 1949 eine gebratene Brühwurst mit einer Sauce aus Tomatenmark, Currypulver, Worcestersoße und weiteren Zutaten anbot und dafür sogar später ein Patent anmeldete. Auf die Idee war sie gekommen, weil sie sah, wie die Amerikaner nach dem Krieg Mengen von Ketchup auf ihre Steaks schütteten. Seit 2003 befindet sich am ehemaligen Standort ihres Imbisses (heute: Kantstraße 101) eine Gedenktafel, und es gibt in Berlin sogar ein Currywurst-Museum.

 

D wie Disziplin

 

Disziplin kann in zwei Bedeutungen verwendet werden 1. als Verhalten und 2. als ein Teilbereich. So gibt es z.B. verschiedene sportliche Disziplinen.
Als Verhalten steht die Disziplin für Selbstdisziplin und damit für das Verzichten können, gemeint ist das Verzichten auf (zu viel) Vergnügen, Konsum, Zerstreuung. Das Wort Disziplin wird aber auch mit Gehorsam in Verbindung gebracht. Dies fand vor allem in der Armee und in den Schulen Anwendung: Vorgesetzte/Lehrer haben durch bestimmte Maßnahmen für Disziplin und Ordnung zu sorgen. Bei Verstößen gegen die Ordnung kommt es zu Disziplinarstrafen oder Disziplinarverfahren. Die Disziplin gehört zu einer langen Liste von sogenannten „deutschen Tugenden“, die vor allem als preußische Tugenden unter der Herrschaft der preußischen Könige Friedrich Wilhelm I. (1688-1740) und Friedrich der Große (1712-1786) einen besonderen Wert erlangt haben. Dazu gehörten: Aufrichtigkeit, Bescheidenheit, Fleiß, Gehorsam, Geradlinigkeit, Gerechtigkeitssinn, Mut, Ordnungssinn, Pflichtbewusstsein, Pünktlichkeit, Sparsamkeit, Unbestechlichkeit, Zielstrebigkeit, aber auch die Weltoffenheit.

 

E wie Essen im Freien

 

Deutschland ist für seine Biergärten bekannt. Während es in vielen Ländern undenkbar wäre, eine warme Mahlzeit unter freiem Himmel einzunehmen, lieben es die Deutschen, beim Essen draußen zu sitzen. Dies liegt sicher daran, dass die Deutschen nach einem relativ langen Winter froh sind, wenn im Frühling das Wetter dazu einlädt, möglichst viel Zeit im Freien zu verbringen.

 

F wie Fahrradweg

 

Eine Errungenschaft vor allem der norddeutschen Großstädte ist ein innerstädtisches Fahrradwegenetz. Das Fahrrad ist in Deutschland zu einem so beliebten Transportmittel gerade bei Studierenden geworden, dass an den Bahnhöfen mancher Universitätsstädte wie Göttingen und Münster ganze Parkdecks für Fahrräder eingerichtet wurden. Typisch für deutsche Fahrradfahrer ist der Fahrradhelm. Darüber amüsiert sich vor allem die Fahrradfahrernation schlechthin: die Niederlande.

 

G wie Gründlichkeit

 

„Sie können sich auf unsere typisch deutsche Gründlichkeit verlassen und alle Vertriebsaufgaben beruhigt in unsere Hände legen“, so wirbt eine IT-Firma für ihre Dienste. Der Ausdruck „Gründlichkeit“ und „deutsch“ scheinen untrennbar miteinander verwachsen zu sein, meistens wird sogar noch in einem Zug von „typisch deutscher Gründlichkeit“ gesprochen. Die berühmte „deutsche Gründlichkeit“ ist aber gleichzeitig ein Segen und ein Fluch, denn die vielen gesetzlichen Auflagen, Datenschutzbestimmungen oder einfach der sehr verbreitete technologische Skeptizismus machen es schwer, neue Produkte auf den Markt zu bringen.

 

H wie Handkäs’ mit Musik

 

Handkäse ist ein hessischer Sauermilchkäse. Der Name und die Größe des Käses stammen von der ursprünglichen Herstellungsweise, bei der der Käse mit der Hand geformt wird. Die Käseart wird zum Beispiel im Rhein-Main-Gebiet, in Rheinhessen und der Pfalz in der traditionellen Küche verwendet. Die „Musik“ bezeichnet die Zutaten aus Zwiebeln, Essig, Öl, Kümmel und Pfeffer. Es könnte auch sein, dass mit Musik gemeint ist, dass die Zutaten Essig und Öl früher in Glasflaschen getrennt gebracht wurden und die Flaschen dabei diesen Klang verursachten.

 

I wie Igelpension

 

Es gibt immer mehr deutsche Bürger, die sich um das Überleben der Igel Sorgen machen. Vor allem junge Igel sind im Winter gefährdet. Deshalb bieten sie einen Platz in einer Igel-Pension an. Wenn jemand einen jungen Igel findet, kann er den Igel dorthin bringen und für 30 Euro im Jahr eine Patenschaft übernehmen. Jeder Pate kann zu den Öffnungszeiten seinen Igel besuchen und auf den dazugehörenden Laufzetteln kontrollieren, welche Behandlungen der Igel bekommen hat und in welchem Zustand er ist. Ab Mitte Mai können die Igel abgeholt und in der Natur ausgesetzt werden.

 

J wie Jägerzaun

 

Ein Jägerzaun ist aus abgerundeten Holzlatten gefertigt, die wie Scheren- übereinander genagelt werden.  Ursprünglich schützte er Gemüsegärten und Obstwiesen vor gefräßigen Wildtieren, den Tieren, die von Jägern erlegt werden. Daher der Name Jägerzaun. Der Jägerzaun ist zum Inbegriff eines typisch deutschen Gartens geworden.

 

K wie Kehrwoche

 

Hier handelt es sich um eine Erfindung aus Süddeutschland, die sich aber über ganz Deutschland ausgebreitet hat. In einem Mietshaus gibt es eine genaue Planung, welcher Mieter wann für die Reinigung des Treppenhauses bzw. des Gehsteiges und somit auch für die Beseitigung von Schnee im Winter zuständig ist. Um zu verdeutlichen, welcher Mieter in der Woche gerade „dran“ ist, wurde ein Schild mit der Aufschrift „Kehrwoche“ an seine Haustür gehängt. Heutzutage ist mit der Reinigung von Treppenhäusern und gehsteigen oft eine Firma beauftragt, deren Kosten sich die Mieter teilen, es gibt aber auch noch Häuser, in denen reihum die Mieter für die Reinigung zuständig sind.

 

L wie Laugenbrezel

 

Entstanden ist die Brezel wahrscheinlich als Fastenspeise, als bestimmte Backwaren aus religiösen Gründen verboten waren. Die bekannteste Variante ist die Laugenbrezel, die vor dem Backen wenige Sekunden in Natronlauge getaucht wird. Eine besondere Kunst ist das Schlingen des Teiges zur typischen Brezelform. Dieser Vorgang dauert in der Praxis etwa eine Sekunde, bedarf aber längerer Übung. Es dauert oft Jahre, um eine „perfekte Brezel“ schlingen zu können. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Brezel das Zunftzeichen der Bäcker. Als deutscher Kulturimport ist die Brezel (als Pretzel) auch in den  USA beliebt.

 

M wie Mülltrennung

 

Zurzeit ist jeder deutsche Bundesbürger aufgefordert, seinen Müll bereits beim Wegwerfen zu sortieren. Je nach der Abfallpolitik und den vorhandenen Wiederverwertungen wird die Auftrennung regional unterschiedlich durchgeführt. Am häufigsten gesammelt werden Altpapier, Altglas, Verpackungen und Bioabfall. Alte Batterien sollten ebenfalls in spezielle Sammelcontainer geworfen werden. Für eine Reihe von Stoffen wie Autobatterien, Asbest und elektronische Geräte gelten strenge Regelungen. Sie müssen bei den städtischen Betriebshöfen meist kostenpflichtig als Sondermüll entsorgt werden.

 

N wie Nordic Walking

 

Gruppen von Menschen, die ohne Ski aber mit Skistöcken forsch schnellen Schrittes spazieren gehen, sieht man in Deutschland überall. Nordic-Walking ist eine Trendsportart und wurde 1997 als Sommer-Trainingsmethode aus den Bereichen Langlauf, Biathlon und der Nordischen Kombination entwickjelt. Es ist eine Ausdauersportart, bei der das Gehen durch den Einsatz von zwei Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstützt wird. Der Einsatz der Stöcke macht aus Walking ein Training, bei dem zusätzlich die Muskulatur des Oberkörpers trainiert wird. Dies führe zu einem größeren Sauerstoffverbrauch und damit auch zu einem besseren Ausdauertraining, heißt es.

 

O wie Oktoberfest

 

Das Oktoberfest in München beginnt entgegen seinem Namen bereits im September. Es findet seit gut hundert Jahren statt und ist das größte Volksfest der Welt. Jedes Jahr kommen rund sechs Millionen Menschen nach München. Die ursprünglich bayrische Tracht, das Dirndl für die Dame und eine Lederhose mit speziellen Strümpfen, Hemd und einem Hut mit einem wertvollen Gamsbart für den Herrn werden inzwischen in ganz Deutschland verkauft und speziell in der Zeit des Oktoberfestes getragen. Die Stadt München hat hierzu extra eine Kleiderordnung auf Ihrer Website stehen.

 

P wie Pünktlichkeit

 

Nach einer Umfrage der Apoptheken-Umschau nimmt die Mehrheit der Deutschen (84,4 Prozent) Termine und Verabredungen sehr ernst und erwartet das auch von seinen Mitmenschen. 63,6 Prozent halten sich bei privaten Treffen an Zeitvorgaben und kommen im Allgemeinen pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt. Fast jeder Vierte (23,7 Prozent) erscheint sogar fast immer zu früh, um auf jeden Fall rechtzeitig da zu sein. Pünktlichkeit ist demnach immer noch eine wichtige Tugend für die Deutschen. Diese Ergebnisse bedeuten aber nicht, dass die Deutschen überhaupt kein Verständnis für Unpünktlichkeit haben.: Für die große Mehrheit (92,8 Prozent) ist eine Verspätung in Ordnung, wenn diese rechtzeitig angekündigt wird. Drei Viertel (75,3 Prozent) finden es auch nicht schlimm, wenn jemand ab und zu ein bisschen zu spät kommt. Fast genauso viele (73,5 Prozent) halten bei privaten Verabredungen eine Verspätung bis zu 15 Minuten für noch hinnehmbar. Bei Vorstellungsgesprächen und beruflichen Meetings kann Unpünktlichkeit allerdings einen sehr negativen Effekt haben.
Mehr unter: www.n24.de/news/newsitem_7411618.html
oder http://home.1und1.de/themen/reise/deutschland/369bec0-typisch-deutsch#.A1000147

 

Q wie Quark

 

Schon der Römer Tacitus erwähnte die Vorliebe der Germanen, aus geronnener Milch eine Speise herzustellen. Tatsächlich wird bei der Quarkherstellung Milch durch Zusatz von Bakterien zum Gerinnen gebracht und anschließend die festen Bestandteile zu Quark und die übrigbleibende Flüssigkeit zu Molke verarbeitet. Kuchen und Gerichte aus Quark (in Österreich nennt man ihn Topfen) sind vor allem in Süddeutschland und Österreich populär (Topfenstrudel). Der Käsekuchen ist aber z.B. in ganz Deutschland verbreitet. Nordamerika, England, Irland kennen den Quark nicht. Ihr Spitzname für die Deutschen ist aber nicht Quarks sondern „Krauts“, nach dem in Bayern zu Knödeln gereichten Sauerkraut.

 

R wie Rasen auf der Autobahn

 

Die deutsche Autobahn ist in der ganzen Welt bekannt und wird oft als eine Art Jahrmarkts-Rennstrecke für erwachsene Autoliebhaber glorifiziert. Es gibt nicht wenige – vor allem asiatische und amerikanische – Millionäre für die die Anziehung so stark ist, dass sie nach Deutschland kommen nur um eines der ebenso bekannten deutschen Luxusautos wie einen Mercedes oder BMW zu mieten und damit ein paar Tage quer durch das Land über die Autobahn zu rasen. Deutschland ist das einzige Land der Welt in dem es Schnellstraßen ohne Tempolimit gibt und mag darum wie ein Paradies für Autofans erscheinen.  http://www.live-like-a-german.de

  

S wie Socken in Sandalen

 

Es hält sich die Meinung, man würde deutsche Urlauber an den Socken in den Sandalen erkennen. Dies könnte daran liegen, dass es in Deutschland selbst im Sommer nicht so durchgehend warm ist wie z.B. in den Mittelmeerländern, aber es ist wohl auch eine Frage der Erziehung und des Alters. Manche Männer bedecken ihre Füße grundsätzlich in der Öffentlichkeit. Was im Ausland als typisch deutsch angesehen wird, wird nun mit einer Socke, die das Sandalenoutfit aufgedruckt mitliefert, karikiert.

 

T wie Trabi


Der erste Trabant wurde 1957 in der DDR hergestellt. Er galt als sparsam, preiswert und robust. Er wurde kurz „Trabi“ genannt, und weil die „Karosserie“ aus einer Art mit Kunstharz überzogenem Baumwollgeflecht bestand nannten die Besitzer ihn auch liebevoll „meine Pappe“. Mittlerweile ist das Auto zu einem Sammlerauto mit Kultstatus geworden.

 

U wie „Und das ist auch gut so!“

 

Dieses mittlerweile sehr verbreitete Zitat stammt von Klaus Wowereit. Er ist amtierender Bürgermeister von Berlin und stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD. Als er am 10. Juni 2001 bei seiner Nominierung als Kandidat für das Bürgermeisteramt öffentlich sagte: „Ich bin schwul – und das ist auch gut so!“ wehrte er mit diesem Satz schon im Vorhinein mögliche negative Reaktionen ab. Es war das erste Mal, dass sich ein Spitzenpolitiker in der Öffentlichkeit zu seiner Homosexualität bekannte. Durch das positive Echo in der Öffentlichkeit wurde es für weitere Politiker einfacher, sich zu „outen“. Der Satz ist zu einem „geflügelten Wort“ geworden und wird in vielen Zusammenhängen verwendet. Der Bezug zu Klaus Wowereit schwingt dabei immer mit, selbst wenn es nicht um Homosexualität geht.

 

V wie Verein

 

Die Deutschen lieben den Verein. Angeblich gibt es 500 000 Vereine – das sei ein Weltrekord. Laut Gesetz müssen sich mindestens fünf Personen mit einem gemeinsamen Ziel zusammenfinden, um einen Verein zu gründen. Sie bilden den Vorstand, die Aufgaben sind streng getrennt und sogar notariell jeweils einer Person zugedacht. Da gibt es den Vorsitzenden, den Kassenwart, den Schriftführer und beliebig viele Beisitzer, eine Satzung, eine verpflichtende Jahreshauptversammlung und Regeln, wer auf welche Weise in den Verein aufgenommen werden darf. Leider ist eine sportliche Betätigung in Deutschland oft nur möglich, wenn man Mitglied in einem Sportverein wird.

 

W wie Waldlehrpfad

 

Die Deutschen gehen leidenschaftlich gerne spazieren. Aber getreu dem Motto, alles muss seine Ordnung haben und dem ständigen Belehren wollen, ist ein ungeordnetes herumlaufen von Massen von Spaziergängern Naturschützern ein Dorn im Auge.  Seit den 50er Jahren wurden daher zahlreiche Naturlehrpfade eingerichtet. Sie dienen der Besucherlenkung, die zugleich auf zahlreichen entlang eines ausgeschilderten Weges über das schützenswerte Ökosystem informieren. Zu Beginn der 1980er Jahre kamen zu den Schildern mit Text- und Bilderinformationen dreidimensionale Anschauungsobjekte z.B. über den Vogelnestbau u.a. hinzu, um „das Erleben der Natur mit allen Sinnen“ zu ermöglichen.

 

X wie x-beliebig

 

Für diesen Ausdruck, der irgendein; gleichgültig, wer oder was für ein; bedeutet wird ein arabischer Ursprung angenommen. Die arabischen Mathematiker nannten eine unbekannte Größe sai („Sache“) dies wurde s ab-gekürzt, die Spanier, die x wie s aussprachen, schrieben es x und so kam es zu im deutschen sehr gebräuchlichen Ausdrücken wie x-mal, zum x-ten Mal oder x.-beliebig oder ein x-Beliebiger.

 

Y wie Yogakurs

 

Durch den Rückgang der Bedeutung der christlichen Religionen entstand – nicht nur in Deutschland - ein Freiraum für andere spirituelle Erfahrungen. Yoga ist eine der sechs klassischen Schulen der indischen Philosophie. Einige meditative Formen von Yoga legen ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration, andere mehr auf körperliche Übungen und Positionen sowie Atemübungen. In Deutschland ist die gesundheitsfördernde Wirkung von Yogakursen staatlich anerkannt. Im Rahmen des Präventionsprinzips der Vermeidung spezifischer Risiken und stressabhängiger Krankheiten können die Kosten für Yogakurse erstattet werden (Handlungsleitfaden der Krankenkassen nach § 20 Abs. 1 und 2 SGB V).

 

Z wie Zeppelin

 

Zeppeline sind starre Luftschiffe, die nach ihrem Erbauer Ferdinand Graf von Zepellin. Sie wurden von 1900 bis 1940 sowohl zur Personenbeförderung als auch militärisch eingesetzt. Am 2. Juli 1900 um 20:03 Uhr fand unter den Augen von etwa 12.000 Zuschauern am Seeufer des Bodensees und auf Booten der erste Aufstieg eines Luftschiffes statt. Im Jahre 1909 bewältigte ein Luftschiff eine 38-stündige Rekorddauerfahrt vom Bodensee nach Bitterfeld über eine Strecke von 1194 km. Im Jahre 1909 wurde ein Zeppelin, erstmalig kommerziell für die Beförderung von Fahrgästen eingesetzt,  1930 sogar ein transatlantischer Liniendienst eingerichtet. Während des Krieges wurden Zepelline zu militärischen Zwecken genutzt. Nachdem 1937 ein Zeppelin über Lakehurst/USA in Brand geriet, wobei alle Passagiere ums Leben kamen war die Luftschifffahrt erst einmal beendet.