PRAKTISCHES

Praktisches

Bankkonto

Als Student oder Studentin in Deutschland brauchen Sie ein Bankkonto bei einer Bank oder Sparkasse. Miete, Strom, Telefon-, Studiengebühren usw. müssen von einem Konto überwiesen werden. Es gibt Banken und Sparkassen, die von Studierenden keine Gebühren verlangen. Es ist ratsam sich bei der Bank genau nach den Konditionen zu erkundigen, das heißt zum Beisiel, ob Sie das Konto "überziehen" dürfen, das bedeutet, mehr Geld auszugeben als auf dem Konto Guthaben ist. Für solche Kredite müssen allerdings sehr hohe Zinsen bezahlt werden. Ein Vergleich der Konditionen lohnt sich immer.

Krankenversicherung

Um sich an der Hochschule einzuschreiben, brauchen Sie eine gesetzlich akzeptierte Krankenversicherung. Sie besitzen dann eine Versicherungskarte, die Sie zu jedem Arztbesuch unbedingt mitnehmen sollten. In einem Notfall wird Sie ein Arzt auch behandeln, wenn Sie die Karte gerade nicht dabeihaben. Er kann die Informationen direkt bei Ihrer Krankenkasse abfragen. Für den regulären Arztbesuch gilt aber: Versicherungskarte mitnehmen. Und Vorsicht: Nicht bezahlte Krankenversicherungsbeiträge können ganz schnell zum Verlust des Visums führen. Die Krankenkasse informiert die Hochschule, die Hochschule droht mit der Exmatrikulation, also Beiträge immer gleich zahlen. Die Versicherung deckt die Kosten eines Arztbesuches weitestgehend ab, allerdings gibt es ein paar Ausnahmen, auf die Sie beachten müssen: - es muss ein sogenannter niedergelassener Vertragsarzt sein, d.h. der Arzt ist berechtigt und verpflichtet, seine Leistungen über eine gesetzliche Krankenkasse abzurechnen. Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Chiropraktiker u.a. gehören nicht dazu, d.h. hier übernimmt die Kasse nicht die Kosten für den Besuch oder die Behandlung. Bei ärztlich angeordneten Anwendungen wie Massagen o.Ä.zahlt die Kasse oft nur einen Anteil, d.h. der Patient muss Zuzahlungen leisten. - gerade bei der Zahnbehandlung gibt es zahlreiche Zusatzleistungen, die die Kasse nicht bezahlt, z.B. bestimmte Füllungen, Medikamente, Zahnersatz und kieferorthopädische Maßnahmen. Der Zahnarzt muss Sie vor der Anwendung darauf aufmerksam machen und Ihnen freistellen, ob Sie die Maßnahme trotzdem erhalten wollen oder nicht. Es gibt meist Alternativen, die die Kasse bezahlt. - Einige Medikamente erhalten Sie in der Apotheke nur mit einem ärztlichen Rezept. Sie sind "verschreibungspflichtig", das heißt, Sie müssen zuerst zum Arzt gehen und sich ein Rezept dafür holen. Dann bekommen Sie zwar das Medikament umsonst, zahlen aber eine Rezeptgebühr in Höhe von ca. 5 €. Ärztlicher Notdienst Bei Notfällen außerhalb der regulären Sprechstunden beim arzt, haben Sie verschiedene Möglichkeiten: - Ärztlicher Notdienst, ein Service der niedergelassenen Ärzte. Außerhalb der Sprechzeiten haben Ärzte in Ihrer Umgebung einen Bereitschafts-Service eingerichtet. Den diensthabenden Arzt können Sie über folgende Telefonnummer unentgeltlich bundesweit erfahren: 116 117. Sie müssen dann in seine Praxis gehen. Infos hier - Ärztlicher Notdienst im Krankenhaus, nicht zu verwechseln mit der Notaufnahme im Krankenhaus. In einigen Krankenhäusern (so z.B. in Rüsselsheim) treffen Sie im Krankenhaus rund um die Uhr auf einen Arzt, der Sie z.B. mit Rezepten versorgen kann. Hier treffen Sie auf verschiedene Ärzte und möglicherweise nicht auf den Spezialisten für Ihre akute Krankheit. Längere Wartezeiten sind möglich. - Notarzt. Er ist Teil des Rettungsdienstes. Den Rettungsdienst können Sie in einer lebensbedrohlichen Situation mit der Tel. Nr. 112 erreichen. Hierzu gehören z.B. Bewusstlosigkeit einer Person, akute Blutungen, starke Herzbeschwerden, schwere Störungen des Atemsystems... Der Rettungsdienst kommt mit einem Krankenwagen und einem Fahrzeug, in dem der Notarzt sitzt. Er ist gehalten, Sie erst zu versorgen und dann mit ins Krankenhaus zu nehmen. Wenn Sie den Rettungsdienst anfordern, obwohl es Ihnen gar nicht so schlecht geht, können Ihnen die recht erheblichen Kosten für den Einsatz in Rechnung gestellt werden. Also Vorsicht - wirklich nur im Notfall die 112 wählen! - Notaufnahme im Krankenhaus: Wenn Sie - außerhalb der Sprechzeiten eines Arztes - Symptome haben, die sofort behandelt werden müssen, Sie aber noch in der Lage sind, ohne Krankenwagen ins Krankenhaus zu gehen oder gefahren zu werden, können Sie sich selbst an die Notaufnahme des Krankenhauses wenden. Die diensthabenden Ärzte werden in manchen Fällen sagen, warum gehen Sie nicht zu Ihrem Arzt, zum ärztlichen Notdienst etc... aber wenn Sie ernsthafte Beschwerden haben, wird man Sie gleich untersuchen. Dann können Sie sicher sein, dass Spezialisten für alle medizinischen Probleme in der Nähe sind. Allerdings heißt dieser Schritt, dass Sie mindestens eine Nacht - meist mehrere Tage im Krankenhaus verbringen. Wenn körperliche Probleme anhalten und es keine Besserung gibt, sollten Sie unbedingt mehrere Ärzte befragen. Es gibt für fast jede Krankheit einen Arzt, der sich besonders gut auskennt, einen sogenannten Spezialisten. Manchmal dauert es lange, bis man bei bestimmten Ärzten einen Termin bekommt, aber es lohnt sich auf jeden Fall, sich zu informieren, wer ein Spezialist für Ihr Problem ist. Dabei kann Ihnen auch Ihre Krankenkasse behilflich sein. Wir wünschen Ihnen natürlich, dass Sie Ihr Studium gesund und mit aller zur Verfügung stehenden Kraft bewältigen werden.

Handy/DSL

Die Vertragsmodelle von Studenten-Handyverträgen sind undurchsichtig! Da musst Du wirklich 3x lesen, um zu erfahren welche versteckten Kosten auf Dich zukommen. Ein vermeintlich günstiger Studenten Handyvertrag wird dann oft zur Kostenfalle. Beispiel Minutentarife: Es wird Dir zunächst ein Studenten Handyvertrag mit günstiger Grundgebühr (z. B. 25 € pro Monat), topaktuellem Handy (Kostenpunkt zwischen 200 - 400 €) und z. B. 50 Freiminuten pro Monat angeboten. Verbrauchst Du diese Freiminuten, kann eine Folgeminute schon einmal 50 Cent oder mehr je angefangener Minute kosten! So ein teurer Studenten Handyvertrag zieht Dir dann gut und gerne zwischen 20 und 50 € zusätzlich zur Grundgebühr aus der Tasche. Und das für volle 24 Monate. Stell Dir das einmal in Zahlen vor: In 24 Monaten kann Dich ein überteuerter Handyvertag bis zu 2.000 € kosten! 2.000 € (!). Dafür kannst Du 2 - 4 Deiner Semestergebühren bezahlen. Oder ein kleines gebrauchtes Auto kaufen, um zu einem Studenten-Job zu fahren. Kannst Du Dir so eine Geldverschwendung als Normal-Student erlauben? NEIN!