Von: Marlene Schulz / Jan Wüntscher
Infotag am Fachbereich Ingenieurwissenschaften
Sehr gute Lernbedingungen und gute Berufsaussichten stellte der Fachbereich Ingenieurwissenschaften in Kooperation mit der Zentralen Studienberatung den interessierten Schülerinnen und Schülern in Aussicht, die die alljährliche Infoveranstaltung auf dem Rüsselsheimer Campus besuchten. Von den Professorinnen und Professoren der verschiedenen Studiengänge erfuhren sie, dass Lerninhalte an der Hochschule häufig in seminaristischem Unterricht vermittelt werden. Die Studierendengruppen sind dabei durchaus vergleichbar mit den Klassengrößen an weiterführenden Schulen.

Im Laborpraktikum sind sie sogar noch kleiner - zumeist arbeiten hier nur zwölf bis 15 Studierende. Auch wenn nicht in jedem Studiengang ein Auslandssemester vorgesehen ist, besteht die Möglichkeit, eine Studienphase an einer ausländischen Hochschule zu absolvieren. Rund 20 Prozent der Studierenden des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften nehmen diese Möglichkeit tatsächlich in Anspruch – ein überdurchschnittlich hoher Wert im Vergleich zu nur fünf Prozent im bundesweiten Vergleich.
Vorgestellt wurde den Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Schulen in Rüsselsheim, Hattersheim, Dieburg, Wiesbaden und Nieder-Olm das vielfältige Bachelorangebot des Fachbereichs. Darunter auch die neue Studienrichtung Mikro- und Nanoengineering im Studiengang Physikalische Technik und der zum Sommersemester 2014 startende neue Studiengang Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften.

Besonders interessant waren für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die Mischung aus theoretischer Vorstellung der Studiengänge und die sich anschließende Führung durch die Labore. Gezeigt wurden der Reinraum, das CAE-Labor und das Verfahrenstechniklabor. Dort gab es anschauliche Beispiele dafür, mit welchen Themen sich Studierende während eines Laborpraktikums beschäftigen.
Abgerundet wurde die Veranstaltung von Studentinnen und Studenten aus den einzelnen Studienbereichen, die Fragen der Studieninteressierten beantworteten. In mehreren Gesprächsrunden und in lockerer Atmosphäre wurden Eindrücke aus dem Studium vermittelt und somit Lust aufs ingenieurwissenschaftliche Studium gemacht.
Von: Jan Wüntscher
Rüsselsheimer ForschungsCampus unterstützt Leuchtturmprojekt zur Energiespeicherung
Einer Kernfrage zur Energieversorgung der Zukunft nimmt sich der Rüsselsheimer ForschungsCampus der Hochschule RheinMain gemeinsam mit drei renommierten Partnern aus der Industrie an: Wie kann überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energiequellen sinnvoll genutzt beziehungsweise gespeichert werden? Eine Antwort darauf soll ein Praxistest liefern, den die Rüsselsheimer Wasserstoffexperten um Prof. Dr. Birgit Scheppat gemeinsam mit Siemens, Linde Group und Stadtwerken Mainz in den vergangenen eineinhalb Jahren entwickelt haben.
Das innovative Projekt „Energiepark Mainz“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, soll ab 2015 demonstrieren, wie mit Hilfe von umweltfreundlich erzeugtem Strom aus Windenergie Wasserstoff hergestellt werden kann. „Wasserstoff lässt sich nämlich gut speichern und in vielfältiger Weise als Energieträger einsetzen“, erklärt Prof. Dr. Scheppat. So soll das in Mainz produzierte Gas etwa per Tankwagen zu speziellen Wasserstoff-Tankstellen geliefert und als umweltfreundlicher Kraftstoff für emissionsfreie Brennstoffzellenfahrzeuge verwendet werden.
In das vorhandene Erdgasnetz eingespeist, kann es außerdem für Gasheizungen oder zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung in modernen Gas- und Blockheizkraftwerken genutzt werden. Konkret soll im Rahmen des Projekts, dessen fachliche Begleitung und Auswertung am ForschungsCampus stattfindet, auch geprüft werden, ob der im „Energiepark“ produzierte Wasserstoff im Gas- und Dampfturbinenkraftwerk der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG auf der Ingelheimer Aue als Brennstoff zur Rückverstromung genutzt werden kann. Auf diese Weise wäre eine regenerative Stromversorgung auch dann sichergestellt, wenn kein Wind weht.
Entstehen wird der „Energiepark Mainz“ auf einem geeigneten Gelände im Hechtsheimer Wirtschaftspark. Kernstück der dortigen Forschungsanlage ist eine Elektrolysehalle mit einem von Siemens entwickelten Wasserstoff-Elektrolysesystem. Vor Ort sollen alle wesentlichen Bausteine der Energiespeicherung mit Wasserstoff (Windkraft, Elektrolyse, Gaseinspeisung, Wasserstoffverdichter, Druckspeicher, Trailerbefüllung) erprobt und potenziellen Anwendern sowie anderen Interessierten erläutert werden. In einem Besucherzentrum werden die Funktionsweise der Wasserstoff‐Elektrolyse und die Stellung von Speichertechnologien im zukünftigen Energiesystem erklärt.
Die geplante Anlage kann bis zu 6 Megawatt Strom aufnehmen und hat damit eine für Engpässe im Verteilnetz relevante Leistungsklasse. Sie ist damit die bisher größte ihrer Art in Deutschland. Ähnliche Anlagen könnten in Zukunft an vielen Standorten sinnvoll eingesetzt werden. Nach Abschluss der vorbereitenden Prüfungen soll Anfang 2014 mit der Errichtung begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2015 geplant. Die Realisierung des Energieparks umfasst Investitionen in Höhe von etwa 17 Millionen Euro und wird vom Wissenschaftsministerium im Rahmen der „Förderinitiative Energiespeicher“ unterstützt.
„Am ForschungsCampus in Rüsselsheim haben wir gemeinsam mit der Hochschule Darmstadt und der Fachhochschule Frankfurt am Main sämtliches Know-how zu diesem Thema gebündelt und sind stolz, bei einem der nationalen Leuchtturmprojekte zur Energiespeicherung auf Basis der Wasserstoff-Elektrolyse dabei zu sein“, freut sich auch der Vizepräsident für Forschung der Hochschule RheinMain, Prof. Dr. Reinhard Henrici.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Freie Plätze und Fördermöglichkeit
Vom 14. August bis 4. September betreut Dr. Kaifu Zhu, Chinesisch-Dozent im Sprachenzentrum der Hochschule RheinMain, eine Reise ins Reich der Mitte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen mehrere Städte und Partneruniversitäten kennen, Kulturprogramm und Sprachkurse wechseln sich ab. Eine finanzielle Förderung durch die Hochschule RheinMain ist möglich.
Interessierte sollten sich möglichst schnell an Frau Sun oder Dr. Zhu wenden.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Bewerbung jetzt möglich
49 Stipendien wird die Hochschule RheinMain zum Wintersemester 2013/14 im Rahmen des Deutschlandstipendiums vergeben können. Die finanzielle Förderung, die je zur Hälfte von Firmen aus der Region und von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt wird, verteilt sich auf alle fünf Fachbereiche. Das online-Portal, über das Interessierte sich für eines der Stipendien bewerben können, ist ab sofort geöffnet. Eine Bewerbung ist noch bis zum 10. Juli möglich.
Das Deutschlandstipendium richtet sich an Studierende, die sich in der Regelstudienzeit befinden und noch mindestens zwei Semester studieren werden. Bei der Vergabe der Stipendien zählen sowohl die Noten als auch Auszeichnungen und Preise, gesellschaftliches, soziales, hochschulpolitisches oder politisches Engagement der Bewerberinnen und Bewerber. Auch soziale Faktoren wie die Pflege eines Angehörigen werden berücksichtigt.
Hier finden Sie Detailinformationen darüber, welche Unterlagen zusammen mit der Bewerbung eingereicht werden müssen.
Hier geht es zum Bewerbungsportal.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Bewerbung und Einschreibung für das Wintersemester möglich
Wer im Wintersemester 2013/14 sein Studium an der Hochschule RheinMain aufnehmen möchte, kann sich dafür ab jetzt online bewerben bzw. einschreiben. Für zulassungsbeschränkte Studiengänge ist eine Bewerbung nötig, in zulassungsfreie Studiengänge können Interessierte sich direkt einschreiben. Die Links zu den jeweiligen online-Portalen finden Sie hier.
Für die zulassungsbeschränkten Studiengänge endet der Bewerbungszeitraum am 15. Juli 2013. Studieninteressierte, die sich in einen der zulassungsfreien Studiengänge einschreiben möchten, können dies noch bis zum 27. September tun.
Zulassungsfrei sind an der Hochschule RheinMain die folgenden Studiengänge:
Studienort Wiesbaden
Studienort Rüsselsheim
Für alle anderen Studiengänge müssen Interessierte sich bewerben.
Einen Überblick über das gesamte Studienangebot der Hochschule RheinMain bekommen Sie hier.
Von: Katrin Wenzel, Studentenwerk
Studentenwerk eröffnet Wohnheim in Rüsselsheim
Nach nur 7-monatiger Umbauzeit konnte das Studentenwerk Frankfurt am Main sein zweites Wohnheim für Rüsselsheimer Studierende der Hochschule RheinMain eröffnen. Das historische Gebäude an der Elisabethenstraße liegt mitten im Zentrum von Rüsselsheim. Seine unmittelbare Nähe zur S-Bahn, zum Ortskern, aber auch die kurze Entfernung zur Hochschule machen es besonders attraktiv. Insgesamt 66 Studierende können hier in Einzelappartements und Wohngemeinschaften wohnen. Ergänzt wird das Angebot durch einen Gemeinschafts- und einen Waschraum sowie einen Fahrradkeller. Die Mietpreise liegen je nach Wohnungsart und -größe zwischen 245,- und 370,- Euro (Nebenkosten, Internet etc. inklusive). Rund 20 Studierende wohnen bereits seit März in dem Gebäude, weitere 20 seit April. Die restlichen Zimmer werden bis zum Wintersemester 2013/14 fertiggestellt.
Der Umbau wurde durch den Vermieter Alexander Höbig finanziert und betreut, die Kosten des Studentenwerks für die Möblierung und Küchen lagen bei rund 150.000,- Euro. Das Wohnheim richtet sich in erster Linie an Studierende der Hochschule RheinMain, es steht grundsätzlich aber auch allen anderen Studierenden offen, die an den Hochschulen des Studentenwerks Frankfurt am Main immatrikuliert sind.
Das Studentenwerk hat mit dem Besitzer des Gebäudes, Herrn Alexander Höbig, einen Generalmietvertrag über 15 Jahre unterzeichnet. Bei der offiziellen Eröffnung sagte der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ingmar Jung: „In Hessen entstehen in den nächsten Jahren durch Eigeninvestitionen der Studentenwerke oder durch von ihnen geschlossene Generalmietverträge mit privaten Investoren rund 1.860 Wohnheimplätze neu.“ Das Land unterstütze die Studentenwerke unter anderem durch unentgeltliche Erbbaurechte oder die Möglichkeit, zinsgünstige Kredite aus der sozialen Wohnraumförderung zu bekommen. Das kürzlich von der Landesregierung beschlossene Sonderprogramm für den Wohnungsbau sehe überdies den Bau von zusätzlich 2.000 Wohnheimplätzen für Studierende vor.
Auch der Rüsselsheimer Oberbürgermeister Patrick Burghardt freut sich über dieses neue Angebot für Studierende: „An zentraler Stelle der Rüsselsheimer Innenstadt kehrt neues Leben ein. Nach der Eröffnung des neuen Gymnasiums ziehen nun die Ingenieure von morgen ein, die an der Hochschule RheinMain die Kompetenzen erwerben, welche die Unternehmen der Stadt auch künftig benötigen.“ „Bezahlbare und bedarfsgerechte Wohnmöglichkeiten sind ein entscheidender Faktor dafür, dass sich die Studierenden an der Hochschule und am Studienort wohlfühlen“, betonte der Präsident der Hochschule RheinMain, Prof. Dr. Detlev Reymann. Zusammen mit der gerade begonnenen Sanierung des Campus am Brückweg und der geplanten Erweiterung des Studienangebots trage auch das neue Wohnheim dazu bei, dass Studieren in Rüsselsheim zukünftig noch attraktiver werde. Gerade für Studierende aus Familien mit geringem und mittlerem Einkommen fehle preisgünstiger und campusnaher Wohnraum, betonte Konrad Zündorf, Geschäftsführer des Studentenwerks Frankfurt am Main. „Durch die doppelten Abiturjahrgänge und den Wegfall der Wehrpflicht hat sich die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt spürbar verschärft. Besonders freuen wir uns daher auch über das neue Programm der Landesregierung zur Förderung studentischen Wohnraums. Wir werden uns auch weiterhin stark dafür einsetzen, die Zahl der so dringend benötigten Wohnheimplätze im Rhein-Main-Gebiet in den kommenden Jahren kontinuierlich aufzustocken.“
Von: Birte Müller-Heidelberg
Termine für die Schulungsstaffel im SS13 jetzt verfügbar
An der IT Academy des Fachbereichs Wiesbaden Business School werden regelmäßig Kurse und Zertifizierungen zu verschiedenen Microsoft Office-Programmen angeboten. Diese Angebote stehen den Studierenden aller Fachbereiche offen. Für Mai und Juni stehen nun die Termine für Seminare und Prüfungen fest:
Alle Informationen rund um die Weiterbildungsangebote der IT Academy finden sich auf der Website www.it-academy.org oder auf der facebook-Seite der IT Academy: www.facebook.com/WBS.ITAcademy
Von: Jan Wüntscher
Opel spendet Ampera für Lehre und Forschung
Über ein hochmodernes Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerer verfügt die Hochschule RheinMain zukünftig am Fachbereich Ingenieurwissenschaften. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „125 Jahre Elektromobilität in Deutschland“ rund um das Rüsselsheimer Rathaus konnten Hochschulpräsident Prof. Dr. Detlev Reymann und Dekan Prof. Dr. Wolfgang Kleinekofort als Technikspende der Adam Opel AG einen Ampera entgegennehmen. Übergeben wurde das Fahrzeug, welches zuvor im Internationalen Technischen Entwicklungszentrum für Validierungsfahrten in ganz Europa genutzt wurde, in Anwesenheit von Oberbürgermeister Patrick Burghardt sowie des hessischen Staatsministers Axel Wintermeyer von Dr. Christian Kunstmann, Senior Manager GME Electrification.
Am Fachbereich Ingenieurwissenschaften wird der Ampera in den Labors für Kfz-Technik und Elektrotechnik für Forschungsarbeiten und Lehrveranstaltungen eingesetzt. Vermittelt wurde die Spende von der Gesellschaft zur Förderung des Ingenieurstudiums, die als Schnittstelle zwischen Hochschule und Industrie dem Fachbereich mit Rat und Tat zur Seite steht. Gemeinsames Ziel ist ein modernes und praxisorientiertes Ingenieurstudienangebot am Hochschulstandort Rüsselsheim. Das gespendete Elektrofahrzeug stellt dabei im Verbund mit vorhandenen Einrichtungen an der Hochschule, wie etwa dem industriefähigen Straßensimulator, eine enorme Bereicherung dar.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Löten, programmieren, Beton mischen
Dass die Hochschule RheinMain sich aktiv am bundesweiten Girls‘ Day beteiligt, ist nichts Neues. Dass diesmal gleich drei Fachbereiche Workshops für die Schülerinnen anboten, ist jedoch ein Novum. Der Girls‘ Day ermöglicht es Mädchen ab der 5. Klasse, in angebliche Männerberufe hineinzuschnuppern. So sollen die Schülerinnen Lust auf Technik und Naturwissenschaften bekommen und feststellen, dass sie das genauso gut können wie die männlichen Mitschüler.
Das erste Mal mit dabei war am 25. April 2013 der Wiesbadener Fachbereich Design Informatik Medien. Auf dem Mediencampus Unter den Eichen wurden gleich zwei Workshops angeboten. Im ersten lernten die Teilnehmerinnen, wie sie mit einfachen Mitteln ihre eigene Homepage bauen können. Dazu gab es unter anderem eine kurze Einführung in die Programmiersprachen HTML und CSS. Großer Wert wurde hier auch auf richtiges und datensicheres Verhalten im Netz gelegt. Die zweite Veranstaltung aus dem Bereich Informatik beschäftigte sich mit Smartphones und Fernsteuerungen. Sie begann mit einem Spiel im Team: Capture the Flag. Danach ging es um die Frage, wie sich verhindern lässt, dass es ins offene Fenster reinregnet, wenn niemand zu Hause ist. Auch dieses Problem kann der Computer lösen!
"Beton ist pink" lautete die Überschrift des Workshops am Wiesbadener Kurt-Schumacher-Ring. In der Materialprüfanstalt an der Hochschule RheinMain beschäftigten die Teilnehmerinnen sich mit der Baustoffprüfung. Dabei lernten sie Beton als innovativen, leistungsfähigen Baustoff kennen, ohne den es die meisten unserer großen Bauwerke nicht geben würde. Hier wurde sowohl Beton selbst gemischt, als auch seine Druckfestigkeit geprüft.
32 Schülerinnen der fünften bis zehnten Klasse konnten sich am Rüsselsheimer Fachbereich Ingenieurwissenschaften als Nachwuchsforscherinnen und -ingenieurinnen versuchen und dabei spannende Einblicke sowohl in den Hochschulbetrieb als auch in wissenschaftliche Arbeitsweisen erhalten. Diesmal boten die Studienbereiche Informationstechnologie und Elektrotechnik (ITE) sowie Umwelttechnik und Dienstleistung spannende Laborversuche an. Die Plätze waren nach der Veröffentlichung Mitte Februar wie immer binnen kürzester Zeit ausgebucht.
In Kleingruppen waren die Teilnehmerinnen mit Feuereifer bei der Sache. „Mitmachen statt Zugucken“ war angesagt. So konnte im Studienbereich Elektrotechnik ein elektronischer Würfel gebaut werden, wobei schon die Jüngsten eine mit LEDs bestückte Platine selbst zusammenlöten und später stolz mit nach Hause nehmen durften. Eine andere Gruppe programmierte Legoroboter und brachte ihnen bei, in der gewünschten Richtung zu fahren. Mikroorganismen im Belebtschlamm untersuchten die Mädchen im Umwelttechniklabor. Die Teilnehmerinnen staunten nicht nur, wie viele Kleinstlebewesen sich dabei entdecken ließen, sondern bestimmten mit Hilfe von Büchern auch gleich begeistert deren unterschiedlichen Arten.
Zusätzlich zu den Versuchen bekamen die Mädchen in Rüsselsheim außerdem gleich vorgeführt, wohin so ein Ingenieurstudium führen kann. Begrüßt wurden sie durch Studiendekanin Prof. Dr. Konstanze Anspach; nach dem Mittagessen in der Mensa berichtete dann die ehemalige Maschinenbaustudentin und heutige Ingenieurin Simone Schwarz über den Alltag an einer Hochschule sowie über ihre eigenen Erfahrungen als Frau im Ingenieurberuf.

Die Feedbackrunde am Ende des Tages zeigte: die Teilnehmerinnen waren begeistert und haben viel Neues gelernt. Ein besseres Lob kann es für die Fachbereiche, die Zentrale Studienberatung und die Frauenbeauftragte, die an der Organisation des Girls‘ Day an der Hochschule RheinMain beteiligt waren, nicht geben.
Von: Jan Wüntscher
NASA-Mission 2016 nutzt Vakuumsensoren aus Rüsselsheim
Ein Anruf aus den USA brachte die endgültige Gewissheit, dann konnte Prof. Dr. Friedemann Völklein vom Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Hochschule RheinMain verkünden: „Wir fliegen tatsächlich zum Mars!“ Auf der für 2016 geplanten NASA-Mission zum Roten Planeten werden nun endgültig jene hochleistungsfähigen Vakuumsensoren an Bord sein, die Prof. Völklein im Rüsselsheimer Reinraumlabor entwickelt hat. Die winzigen High-Tech-Bauteile haben sämtliche Tests bestanden und werden, integriert in ein sogenanntes Massenspektrometer, dabei mithelfen, die dünne Marsatmosphäre zu untersuchen.

Überzeugt haben die amerikanischen Weltraumexperten der einzigartige Messbereich und die geringe Größe der Sensoren. Schließlich geht es bei einem unbemannten Raumfahrzeug darum, möglichst viel Platz und Gewicht zu sparen. An der Entwicklung haben etliche Studierende mitgewirkt. Immerhin ist Mikrosystemtechnik einer der Schwerpunkte der Studiengänge „Physikalische Technik“, der mit dem „Bachelor of Science“ abschließt, und „Angewandte Physik“ („Master of Science“). Die Absolventen sollen später in Firmen und Instituten angewandte Forschung und Entwicklung betreiben und deren Ergebnisse in neuartige Verfahren und Produkte umsetzen.
Da ist es kein Wunder, dass die Erstsemesterzahlen für diese Studiengänge seit Jahren kontinuierlich nach oben zeigen. Zum gerade begonnenen Sommersemester lag die Steigerung bei gut 30 Prozent. Als logische Konsequenz entsteht zum Wintersemester 2013/14 die neue Studienrichtung „Micro-/Nano-Engineering“ innerhalb des Bachelorstudiengangs „Physikalische Technik“. Mit diesem und mit weiteren neuen Studiengängen in Wiesbaden und Rüsselsheim reagiert die Hochschule RheinMain auf die gestiegene Nachfrage nach Studienplätzen.
Zum begehrten Kooperationspartner für Firmen, Forschungsinstitute und andere Hochschulen hat sich auch das 2004 gegründete Rüsselsheimer Institut für Mikrotechnologien (IMtech) entwickelt, dem Prof. Völklein und seine Kollegen angehören. Dort laufen die Fäden mehrerer Labore des Studienbereichs Physik zusammen. Die Kooperation von Mikrotechnik und Medizintechnik führte im vergangenen Jahr beispielsweise zur Entwicklung eines „Mikrochips zur Erfassung der Vitalität von Zellen als Alternative zum Tierversuch“, für den Prof. Völklein und sein Kollege Prof. Dr. Wolfgang Kleinekofort den Hessischen Tierschutzforschungspreis erhielten.
Auch die Unterstützung der Mars-Mission bedeutet längst nicht das Ende des Forschungseifers. „Neue Techniken, mit denen man einzelne Atome beziehungsweise Moleküle manipulieren kann, werden die Nanotechnologie beim Aufbau komplexer Strukturen in Zukunft zu ganz neuen Problemlösungen führen“, stellt Prof. Völklein in Aussicht. „Bis zum Mars – und darüber hinaus!“, lautet also die Zielsetzung der Rüsselsheimer Forscher und Studierenden.
Von: Jan Wüntscher
Oberbürgermeister und Präsident besichtigen Opel-Altwerk
„Große Zufriedenheit“ konnte Hochschulpräsident Prof. Dr. Detlev Reymann dem Rüsselsheimer Oberbürgermeister Patrick Burghardt beim gemeinsamen Rundgang über den neuen Campus Opel-Altwerk vermelden. Rund 1.500 Studierende des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften sind hier während der zweijährigen Sanierungsphase der Gebäude Am Brückweg untergebracht. Der Umzug sei weitgehend problemlos verlaufen, unerwartete Überraschungen seien ausgeblieben, stellte Reymann erfreut fest und lobte in diesem Zusammenhang das große Engagement der Hochschulmitarbeiter.

Dabei war insbesondere mit dem Wechsel mehrerer Labors samt Großgeräten ins Opel-Altwerk eine gehörige logistische Herausforderung verbunden. Zwei Tonnen wiegt beispielsweise die Kerbschlagbiegemaschine des Kraftfahrzeuglabors, berichtete Laboringenieur Dieter Kahl. Auch sie hat aber ein laut Kahl „sehr komfortables“ neues Zuhause im historischen Altwerksareal gefunden. Darüber hinaus habe der Umzug noch ganz andere positive Nebeneffekte mit sich gebracht, stellte Dekan Prof. Dr. Wolfgang Kleinekofort erfreut fest. So hätten dabei allein 70 Tonnen an alten Gerätschaften verschrottet werden können – „ein willkommener Anlass.“
Oberbürgermeister Burghardt bescheinigte dem Campus eine „ideale Lage inmitten zahlreicher Firmen, für die am Fachbereich Ingenieurwissenschaften qualifizierter Nachwuchs ausgebildet wird“. Neben dem spannenden Blick auf die historischen Industriebauten zählte er auch die Nähe zum Bus- und S-Bahnhof, wo in dieser Woche in unmittelbarer Nachbarschaft auch das neue Studierendenwohnheim eröffnet wird, zu den Vorzügen. Den Eindruck, dass sie in der Rüsselsheimer Innenstadt angekommen sind und sich hier gut aufgehoben fühlen, vermittelten den Besuchern auch die Studierenden der Physikvorlesung „Technische Mechanik“, die einen kurzen Einblick ins Hochschulleben ermöglichten.

Von: Birte Müller-Heidelberg
Freie Zimmer im Rüsselsheimer Wohnheim
Im neuen Studierendenwohnheim in der Rüsselsheimer Elisabethenstraße sind noch ein paar Zimmer frei. Wer noch nach einer Unterkunft sucht, findet hier eine günstige und hochmoderne Alternative. Satellitenfernsehen und Internetanschluss sind inbegriffen, teilweise sind die Zimmer sogar möbliert.
Nähere Infos gibt es auf der Website des Studentenwerks Frankfurt.
Von: Heinz-Ulrich Vetter (VDI)
Zwei Preisträger aus Rüsselsheim
In der Mitgliederversammlung des Vereins Deutscher Ingenieure, VDI Rheingau-Bezirksverein, die am 5. März 2013 um 18 Uhr in der Stadthalle Flörsheim stattfand, wurden sieben Absolventen der regionalen Hochschulen mit Förderpreisen für hervorragende Studienleistungen und Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Zwei der Preisträger absolvierten ihr Studium am Rüsselsheimer Fachbereich der Hochschule RheinMain, ein weiterer am ehemaligen Fachbereich Geisenheim.
Nach der Laudatio von Prof. Heinz-Ulrich Vetter überreichte der Vorsitzende, Dipl.-Ing. Sven Freitag, vor über 160 Mitgliedern und Gästen die Urkunden an die Preisträger der Hochschule RheinMain, Studienort Rüsselsheim, der Hochschule Geisenheim und der Fachhochschulen Bingen und Mainz. Die Preise sind mit jeweils 500 EUR dotiert und beinhalten eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft der Preisträger im VDI.

Michael Morawitz, Masterabsolvent aus dem Rüsselsheimer Studiengang Angewandte Physik, war mit einer Abschlussnote von "Sehr gut (1,1)" einer der besten Absolventen seines Studienganges. In seiner Masterarbeit, die er an der Universität von West Ontario in Kanada schrieb, befasste sich Morawitz mit einem Spezialgebiet der angewandten Optik, in dem es darum geht, biologische oder medizinische Zellkulturen sichtbar zu machen. Die vollständig in englischer Sprache abgefasste Arbeit wurde von beiden Gutachtern mit sehr gut bewertet.
Ebenfalls am Rüsselsheimer Fachbereich Ingenieurwissenschaften studierte Preisträger Michael Strasser. Der Bachelorabsolvent der Physikalischen Technik, der gleichfalls mit der Gesamtnote „Sehr gut (1,3)“ abschloss, fertigte seine Thesis am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz an. Dabei untersuchte er die Lösungsmittel-Resistenz einer neuartigen Polymersubstanz und entwickelte dazu einen speziellen Sensor. Seine guten Englisch-Kenntnisse erleichterten ihm die Integration in das internationale Forschungsteam an dem Institut.
Lukas Pütz schloss sein Studium des Weinbaus und der Getränketechnologie am bisherigen Fachbereich Geisenheim der Hochschule RheinMain ab. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei den Kölner Verbundbrauereien kam er nach Geisenheim, wo er das Studium im Sommersemester 2012 mit der Gesamtnote "Sehr gut (1,3)" beendete. Im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit untersuchte Lukas Pütz die Abläufe und deren Optimierungsmöglichkeiten an einer Getränkeabfüllanlage für Mehrwegglasflaschen. Nach einer systematischen Bestandsaufnahme entwickelte er aus den Zusammenhängen Vorschläge, so dass die Rüstzeiten für die aus Marktgründen immer wieder erforderlichen Flaschen- und Gebindewechsel weniger Zeit benötigen.
Im Rahmen der Feierstunde des VDI wurde außerdem der langjährige Vorsitzende des Bezirksvereins, Dipl.-Ing. Wolfgang Truss, verabschiedet und mit der Ehrenmedaille des VDI ausgezeichnet. Laudator Vetter erwähnte besonders die Verdienste von Wolfgang Truss bei der technischen Frühförderung von Kindern in Kindergärten und Grundschulen und bei der Durchführung von drei großen Experimentiertagen für dieselbe Altersgruppe in der Flörsheimer Stadthalle in den Jahren 2010 bis 2012. Mit diesen Aktionen werden Kinder in einem Alter, in dem sie noch nicht festgelegt sind, spielerisch an die Technik herangeführt. Damit will der VDI den drohenden Fachkräftemangel im Ingenieurbereich langfristig mildern.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Fachbereich Ingenieurwissenschaften zieht ins Opel-Altwerk
Industriecharme sorgt für Loft-Atmosphäre: der erste Teil des Rüsselsheimer Fachbereichs Ingenieurwissenschaften ist in das Interims-Quartier gezogen. Ab dem nun startenden Sommersemester wird teilweise im Opel-Altwerk studiert. Der Grund dafür: die Gebäude auf dem Campus am Brückweg werden grundlegend saniert. Zwar sorgen fehlende Parkplätze und die weit entfernte Mensa noch für Ungemach, die Stimmung in den altehrwürdigen Industriehallen von Opel ist aber einmalig.
Auf facebook gibt's mehr Fotos vom Opel-Altwerk.
Von: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Antragsfrist endet am 8. März 2013 / HMWK und Hertie-Stiftung loben Preisgeld von 325.000 Euro aus
Herausragende Lehre an hessischen Hochschulen wird auch 2013 wieder ausgezeichnet: Noch bis 8. März 2013 sind Studierende, Lehrende oder Verwaltungsmitarbeitende der hessischen Hochschulen aufgerufen, Vorschläge für den Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre einzureichen. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung loben den Preis bereits zum siebten Mal aus. Mit Preisgeldern von insgesamt 325.000 Euro ist die Auszeichnung deutschlandweit der großzügigste Landespreis für herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung an Hochschulen.
Der Hochschullehrpreis würdigt die Entwicklung und Umsetzung zukunftsweisender Lehrkonzepte. Ausgezeichnet werden Einzelpersonen, Arbeitsgruppen oder Organisationseinheiten, die entsprechende Konzepte erarbeitet und verwirklicht haben. Zugleich trägt die Auszeichnung zur Profilierung der Hochschulen bei; die nicht nur von Forschungsleistungen profitieren, sondern auch vom guten Ruf ihrer Lehrenden.
Fünf Preise in drei Kategorien werden 2013 ausgeschrieben:
Vorschläge und alle nötigen Unterlagen sind bis 8. März 2013 ausschließlich per E-Mail einzureichen: hochschullehrpreis
hmwk.hessen
de. Das Antragsformular und Informationen zu den Anlagen sowie weitere Details zum Hochschullehrpreis finden sich auf der Homepage www.lehrpreis-hessen.de.
Hochschule RheinMain
Fachbereich
Ingenieurwissenschaften
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