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12.12.2011 15:27

Preis für Rüsselsheimer Professor:

Von: Dr. E.-M. Stiegler

Wissenschaft und Wirtschaft betreten gemeinsam Neuland in der Laseroptik

Prof. Dr. Friedemann Völklein, Hochschule RheinMain, hat zusammen mit zwei Unternehmen aus der Industrie den Hessischen Kooperationspreis 2011 erhalten. Den Preis überreichte der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch. Seit 2003 verleiht das TechnologieTransferNetzwerk Hessen (TTN-Hessen) alle zwei Jahre den Hessischen Kooperationspreis. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Erfolge der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft sowie von Unternehmen sichtbar zu machen. Neue Produkte, innovative Verfahren und moderne Dienstleistungen sind das Ergebnis dieser F&E-Kooperationen.

Im TechnologieTransferNetzwerk-Hessen sind die hessischen Hochschulen und führenden Wirtschaftsverbände zusammengeschlossen, um ihre Angebote zum Wissens- und Technologietransfer miteinander zu vernetzen. Mittelständische Unternehmen sollen so leichteren Zugang zum wissenschaftlichen und technologischen Potenzial sowie anwendungsorientierten Know-how der Wissenschaft erhalten.


Nach der feierlichen Preisverleihung für die erfolgreichen Kooperationspartner: Karin Ludwig, Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann, Gerhard Droß, Geschäftsinhaber der GD Optical Competence GmbH, Prof. Dr. Friedemann Völklein, Hochschule RheinMain, Dr. Udo Umhofer und Dr. Erwin Jäger, die beiden Geschäftsführer der TOPAG Lasertechnik GmbH, und Staatsminister Dieter Posch.

(Foto: HA Hessen Agentur GmbH / TTN Hessen)

Prof. Dr. Völklein leitet das Institut für Mikrotechnologien (IMtech) am Campus Rüsselsheim der Hochschule RheinMain. In knapp dreijähriger Zusammenarbeit haben er sowie die Darmstädter Firma TOPAG Lasertechnik und die GD Optical Competence GmbH aus Sinn bei Herborn das Projekt DISMAT erfolgreich abgeschlossen. Für diese vorbildliche Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie wurde ihnen der mit 5000 Euro dotierte erste Platz zuerkannt.

Neuartige Materialbearbeitung mit Laserlicht

Das Projekt DISMAT setzte sich unter 28 Bewerbern durch. Der Projektname steht für „Diffraktive Strahlformungsoptiken für die Lasermaterialbearbeitung“. In diesem Rahmen ist ein neuartiges Strahlformungskonzept sowie eine kostengünstige Glasprägetechnik entwickelt worden. Genauer gesagt: Es wurden neuartige Beugungsoptiken entwickelt, mit denen sich Lichtstrahlen vorteilhaft ablenken, fokussieren, formen oder teilen lassen.

Prof. Dr. Völklein betont, dass das „IMtech alle Voraussetzungen bot, die bei diesem Projekt benötigt wurden, um Diffraktive Optiken durch Mikrostrukturierung im Reinraum zu produzieren. Die Prototypen, deren Design bei TOPAG entwickelt und die mit IMtech-Prägestempeln bei GD Optics geformt wurden, konnten inzwischen unter realen Bedingungen auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden.“ Das erzielte Resultat der Kooperation sind neue Anwendungen und Absatzmärkte: „So beispielsweise in der Lasermaterialbearbeitung, der Solarzellenfertigung, der Medizintechnik sowie der LED-Produktion. Namhafte Hersteller für LED-Mikrostrukturen sowie Kunden aus den USA und Israel haben bereits ihr Interesse an dem neuen Konzept angemeldet“, erläutert Prof. Völklein. Für das Rüsselsheimer Hochschulinstitut ist die Kooperation vorteilhaft, weil „wir unser Know-how im Bereich der Mikrotechnologien erweitern und neue Forschungsfelder erschließen konnten“, so Prof. Völklein.

Mit der jetzt erfolgten Preisvergabe soll noch nicht Schluss sein in der Zusammenarbeit der drei Partner: „Ich freue mich darüber, dass unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit zu einem Folgeprojekt von DISMAT führt. Das heißt wir werden wieder zu dritt in einem Boot sitzen und unsere unterschiedlichen Kompetenzen zusammenführen“, ergänzt Prof. Dr. Friedemann Völklein mit Blick auf die Zukunft.

rheinmainTV war beim ersten Hessischen Transferforum zu Gast und hat dazu eine Sondersendung von rheinmain Wirtschaft gemacht. Ab 10:24 min geht es um den Preisträger Prof. Dr. Friedemann Völklein. Zur Wiedergabe des Videos klicken Sie einfach auf das Logo von rheinmain tv.


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