INTERVIEW MIT KURT-WERNER SIKORA VON DER SER-GRUPPE

Interview mit Kurt-Werner Sikora von der SER-Gruppe

Zum Wintersemester 2012/2013 konnte die Hochschule RheinMain 59 Deutschlandstipendien vergeben. Besonders talentierte und begabte Studierende werden mit 300 Euro pro Monat gefördert, die zur Hälfte von privaten Förderern, zur Hälfte vom Bund finanziert werden. Die Förderer, die die Hochschule aus der Wirtschaft gewinnen konnte, wählen aus, aus welchem Fachbereich ihr Stipendiat kommen soll, und haben so Gelegenheit, den Nachwuchs der Branche schon während des Studiums kennenzulernen.

Kurt-Werner SikoraIm Gespräch mit der Hochschule RheinMain berichten die Förderer über ihre Beweggründe und Erfahrungen mit den Stipendiaten. Kurt-Werner Sikora, Sprecher der Geschäftsführung der SER-Gruppe, erläutert, warum SER sich bereits zum zweiten Mal als Förderer des Deutschlandstipendiums engagiert.

 

Herr Sikora, welcher Aspekt wog schwerer bei der Entscheidung, ein Stipendium für die Hochschule RheinMain zu stiften: der Wunsch, „etwas Gutes zu tun“, oder die Hoffnung, vielversprechende Young Potentials bereits während deren Studium auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen?

Beides gehört zusammen. Unsere Unterstützung der Deutschlandstipendien ist sowohl Erfüllung unserer gesellschaftlichen Aufgaben als Unternehmen als auch ein konsequenter Schritt, um dem Fachkräftemangel im IT-Bereich zu begegnen und damit selbstverständlich auch für unser Unternehmen vorzusorgen. Daher haben wir unsere Förderung der Deutschlandstipendien in diesem Jahr auf fünf bis zehn Stipendien ausgeweitet und wollen unser Engagement in der Förderung aussichtsreicher Hochschulabsolventen auch darüber hinaus fortsetzen.

Als Förderer durften Sie selbst entscheiden, aus welchem Studiengang die von Ihnen geförderten Studierenden kommen sollen. In welchen Bereichen haben Absolventinnen und Absolventen unserer Hochschule bei Ihnen Einstiegsmöglichkeiten?

In diesem Jahr fördern wir vier Medieninformatik-Studentinnen und einen Informatik-Studenten im Masterstudiengang. Absolventen dieser Studiengänge stehen bei uns als Software-Hersteller vor allem die Berufsfelder Software-Entwicklung oder Technical Consultant im Bereich Professional Services für ihren beruflichen Einstieg offen. Diese Chance haben schon einige Junginformatiker nutzen können: In den vergangenen Jahren haben drei Absolventen den beruflichen Einstieg bei SER geschafft. Sie arbeiten heute festangestellt im Bereich Professional Services.

Bietet Ihr Unternehmen seinen Stipendiatinnen und Stipendiaten über die finanzielle Unterstützung hinaus auch Förderung ideeller Art?

Neben der finanziellen Unterstützung über das Deutschlandstipendium haben die Stipendiaten die Möglichkeit, bei SER Praktika zu absolvieren oder aber auch ihre Bachelor- bzw. Masterthesis zu schreiben. Durch das ECM-Labor, das Professor Dr. Krechel an der Hochschule RhainMain betreibt, haben die Studenten bereits erste praktische Erfahrungen mit unseren Produkten und somit auch einen Bezug zu unserem Unternehmen.

Ist Ihr Unternehmen bereits seit längerem Partner der Hochschule RheinMain?

Seit 2007 ist SER an der Finanzierung verschiedener Forschungsprojekte an der Hochschule RheinMain beteiligt. Größtes Projekt ist das von SER vor einigen Jahren ins Leben gerufene und kontinuierlich geförderte ECM-Labor. 2013 werden wir das ECM-Labor mit weiteren 25.000 Euro unterstützen. Es bietet Studierenden die Möglichkeit, die Informationsverarbeitung und -nutzung der Zukunft mitzugestalten. Beim Deutschlandstipendium waren wir bereits im letzten Jahr als Förderer mit dabei. Wir freuen uns besonders, dass unter den fünf aktuell von uns geförderten Studierenden eine Studentin ist, die bereits zum 2. Mal zu den SER-Deutschlandstipendiaten gehört.

Kurt-Werner Sikora von der SER-Gruppe