Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Murat Karakaya

Murat KarakayaMurat Karakaya studiert am Rüsselsheimer Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Hochschule RheinMain Internationales Wirtschaftsingenieurwesen. Der 25-Jährige wird von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) gefördert. Finanziell richtet sich die Förderung nach den Prinzipien des BaFöG. Sehr umfassend ist aber auch das Angebot an ideeller Förderung durch die Friedrich-Ebert-Stiftung. Stipendiaten können zahlreiche Seminare belegen – von Politik bis hin zu Soft Skills wie beispielsweise Rhetorik. Außerdem profitieren sie von einem großen Netzwerk aus Studierenden und Ehemaligen.

Herr Karakaya, was hat Sie bewogen, sich für ein Stipendium bei der FES zu bewerben?
Als politisch aktive Person war mir bekannt, dass es Stipendien von politischen Stiftungen wie der Friedrich-Ebert-Stiftung gibt. Die finanzielle Förderung ist natürlich großartig und eine unglaubliche Entlastung, aber die Entlastung kann man auch über Bafög oder Studienkredite bekommen. Für mich war der entscheidende Faktor jedoch die ideelle Förderung. Die bekommt man mit Bafög oder Studienkrediten eben nicht. Es ist unglaublich, wie intensiv sich die Friedrich-Ebert-Stiftung um ihre Stipendiaten kümmert, sie weiterbildet und in allen Lebenslagen unterstützt.

Welchen Aufwand muss man betreiben, um an ein Stipendium zu kommen?
Der Aufwand, die Bewerbung für ein Stipendium fertig zu machen, erscheint einem zuerst einmal enorm. Wer davor zurückschreckt, sollte lieber einen Studienkredit aufnehmen. Den bekommt fast jeder, und der Aufwand ist gering – klar, denn man muss ihn mit Zinsen zurückzahlen. Etwas mehr Aufwand als ein Studienkredit ist die Beantragung von BaFöG. Auch das ist verständlich, schließlich zahlt man hier nur die Hälfte des Betrags zinslos zurück. Dass die Bewerbung für ein Stipendium von allen Möglichkeiten, an Geld zu kommen, am aufwändigsten ist, liegt auf der Hand: es gibt nur eine begrenzte Zahl von Stipendien, die nur ausgewählte Studierende erhalten sollen. Die häufen dann keinerlei Schulden an und werden ideell gefördert – das ist den Aufwand wert.

Wie lief der Bewerbungsprozess ab?
Beim Bewerbungsprozess muss eine Vielzahl von Dokumenten bereitgestellt werden. Hierzu zählen neben einem Nachweis guter Noten und den klassischen Bewerbungsunterlagen zwei Empfehlungsschreiben, ein ausführlicher Lebenslauf und das Motivationsschreiben. Auch sehr wichtig ist den Stiftungen das persönliche ehrenamtliche Engagement der Bewerber. Es bewerben sich jährlich etwa 15.000 Studierende bei der Friedrich-Ebert-Stiftung, von denen 3.000 zu zwei persönlichen Gesprächen eingeladen und schließlich leider nur etwa 500 genommen werden können. Daher ist es entscheidend, mit der eigenen Persönlichkeit zu überzeugen.

Welche konkreten Auswirkungen auf Ihren Alltag hat es, dass Sie das Stipendium erhalten?
Das Stipendium ermöglicht es mir, viel weniger zu arbeiten und mich intensiver auf das Studium und mein politisches Engagement als Rüsselsheimer Stadtverordneter zu konzentrieren. Es ist eine unglaubliche Entlastung, für die ich sehr dankbar bin.

Außerdem nutze ich die umfangreiche Seminarpalette der FES. Das gibt mir persönlich die Chance, mich politisch weiterzubilden, was mir sehr wichtig ist. Es gibt jährlich eine sehr große Messe für Stipendiaten, um potentielle Arbeitgeber kennenzulernen, jedoch hatte ich bisher noch nicht die Gelegenheit, daran teilzunehmen. Es gibt eine ständig aktuelle Praktikumsbörse für Stipendiaten, die sehr interessante Praktikumsstellen bietet. Ein Blick in die Börse lohnt sich immer.

Sehen Sie das Stipendium als auch Vorteil für Ihre berufliche Zukunft an?
Ein Stipendium ist immer eine positive Referenz im Lebenslauf, weil es einiges über einen aussagt. Die Bedingungen, ein Stipendium zu bekommen, sind den Arbeitgebern bekannt und daher vielleicht manchmal das entscheidende Argument für einen Bewerber.

Haben Sie noch einen konkreten Tipp für Ihre Kommilitonen, wie sie an Stipendien kommen können?
Wenn eure Noten stimmen und ihr euch ehrenamtlich engagiert, wie z.B. in der Fachschaft, im Senat, bei der freiwilligen Feuerwehr, beim THW, in einer Partei, in einem Verein, usw., dann empfehle ich euch, es einfach mal zu versuchen. Wenn ihr mit eurer Persönlichkeit überzeugen könnt, dann schafft ihr es auch. Ich helfe auch gerne jedem, der fragt. Einen Versuch ist es allemal wert.