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Martin Seidensticker

Martin Seidensticker hat im Fachbereich Design Informatik Medien der Hochschule RheinMain den Bachelor-Studiengang Media Management absolviert und ist nun Student im Master Unternehmenskommunikation. Im vergangenen Jahr studierte der 26-Jährige für ein Semester im australischen Queensland. Möglich gemacht hat diesen Auslandsaufenthalt das Hessen-Queensland-Programm des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Wer ein Stipendium im Rahmen dieses Programms erhält, dem werden die Studiengebühren in Australien erlassen.

Martin Seidensticker in AustralienHerr Seidensticker, wie kamen Sie auf die Idee, sich für das Hessen-Queensland-Programm zu bewerben?
Die Idee, im englischsprachigen Ausland zu studieren, hat mich schon immer gereizt. Australien gehört jedoch zu den Ländern, in denen Studieren unglaublich teuer ist. Dass ich diese Chance nun Dank dem Land Hessen und der Hochschule RheinMain bekommen habe, freut mich riesig.

Wie lief der Bewerbungsprozess ab?
Für die Bewerbung musste ich meinen Lebenslauf und Werdegang, ein Motivationsschreiben sowie ein Gutachten eines Professors einreichen. Außerdem war ein Englischtest zu bestehen. Das wichtigste Kriterium war aber sicherlich meine Antwort auf die Frage, wie ich in Australien als Botschafter für die Hochschule RheinMain, Hessen, Deutschland und sogar ganz Europa auftreten wolle. Wenn die schriftliche Bewerbung überzeugt, findet ein Auswahlgespräch mit einer Kommission statt. Wer hier überzeugt, wird als Repräsentant der jeweiligen Hochschule ausgewählt. Jede Hochschule Hessens entsendet an jede Hochschule von Queensland einen Studierenden. Ich bin an der University of the Sunshine Coast in der Nähe von Brisbane gelandet.

Was war nach der Zusage alles zu erledigen, bevor es dann tatsächlich nach Australien ging?
Die Aussicht, in Australien zu studieren, hat meinen Alltag komplett auf den Kopf gestellt. Organisatorisch musste ich mich vor dem Aufenthalt um Anerkennungen von Kursen und Abschlüssen, medizinische Gutachten, Visa und vieles mehr kümmern. Gleichzeitig hatte ich zwei Nebenjobs – eine turbulente Zeit. Dafür wurde ich aber mit dem größten Abenteuer meines Lebens belohnt: Das Leben und Studieren in Australien wird nie zum Alltag. Das Konzept des „continuous learning“, nach dem hier studiert wird, fordert studientechnisch ab dem ersten Tag. Die Umwelt ist faszinierend: Fledermäuse so groß wie Adler, Kängurufamilien hüpfen über den Fußballplatz, Haie und Delphine kreuzen deinen Weg im Line-Up beim Surfen, und tellergroße Spinnen kannte ich vorher auch noch nicht.

Sehen Sie das Stipendium als auch Vorteil für Ihre berufliche Zukunft an?
Durch den intensiven Austausch mit anderen Studierenden und Professoren ist man nach einem Auslandsaufenthalt international vernetzt. Auch das Studieren, Lesen, Schreiben und der tägliche Umgang in Englisch ist ein riesen Vorteil für die berufliche Zukunft.