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Holger Vierheilig

Holger VierheiligHolger Vierheilig studiert am Fachbereich Design Informatik Medien der Hochschule RheinMain Media Management. Zurzeit befindet er sich für ein Auslandssemester im US-amerikanischen Boston. Möglich gemacht hat diesen USA-Aufenthalt ein Stipendium des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Über das so genannte Hessen-Massachusetts-Programm konnte der 21-Jährige an die University of Massachusetts Boston gehen, ohne die dortigen Studiengebühren von 11500 Dollar bezahlen zu müssen.

Mit dem Stipendium geht für den Studenten ein Kindheits- und Jugendtraum in Erfüllung. Solange erdenken kann, will Holger Vierheilig bereits in die USA, um das Land und die Menschen dort kennenzulernen, um in eine fremde Kultur einzutauchen und zu reisen. „Seit der neunten Klasse habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, länger in die Vereinigten Staaten zu gehen als nur für einen Urlaub“, berichtet der angehende Media Manager. „Am Schüleraustausch konnte ich nicht teilnehmen, da ich zu dieser Zeit aktiver Leistungsschwimmer war. Deshalb habe ich dann im Studium angefangen, verstärkt nach Stipendien zu suchen, und bin über die Webseite der Hochschule RheinMain auf den Link zum Programm gestoßen, obwohl er sehr versteckt war.“

Um am Hessen-Massachusetts-Programm teilnehmen zu dürfen, ist zuerst eine formale Bewerbung nötig. Wenn diese gut ankommt, folgt ein persönliches Auswahlgespräch. Holger Vierheilig sah in dem Programm seine einzige Chance, den Traum von den USA zu verwirklichen. „Ich habe nicht den berühmten Einser-Schnitt, konnte also nicht mit anderen Stipendien rechnen“, erzählt er. „Darum habe ich mir dann sehr viel Mühe mit der Bewerbung gegeben und viel Aufwand in die Vorbereitung des Auswahlgesprächs gesteckt. Ich wollte es unbedingt und bin auch vom Typ her jemand, der sich voll reinhängt, wenn er etwas erreichen will.“

Voll reingehängt hat der 21-Jährige sich auch in Sachen Sparen, als klar wurde, dass er in die USA gehen würde. „Trotz Stipendium war das Semester in den USA wahrscheinlich das teuerste meines bisherigen und noch folgenden Studiums“, rechnet Holger Vierheilig vor. Die USA gehören grundsätzlich zu den Ländern mit recht hohen Lebenskosten, und besonders Boston ist ein teures Pflaster. Also arbeitete und sparte der Media Management-Student schon in Deutschland, was das Zeug hielt. Für die Aufbesserung der Reisekasse gab es dann auch noch eine Finanzspritze der Eltern.

Herr Vierheilig, welche ideellen Vorteile nehmen Sie aus Ihrem Stipendium mit?
Beim Hessen-Massachusetts-Programm geht es um interkulturellen Austausch und darum, deutschen Studierenden die Möglichkeit zu bieten, ein Auslandssemester in den Staaten zu verbringen, das für die meisten sonst unbezahlbar wäre. Was ich gelernt habe, abgesehen davon, alleine in einem anderen Land zurecht zu kommen, oder mir beispielsweise eine Wohnung zu suchen, ist vor allem, dass es uns deutschen Studierenden ziemlich gut geht: Ich verstehe ehrlich gesagt niemanden mehr, der sich hierzulande über ein zu teures Studium beschwert – in den USA habe ich viele amerikanische Studierende kennen gelernt, die neben ihrem Studium VOLLZEIT arbeiten, um die Studiengebühren tragen zu können, und die wenigsten beschweren sich... Was ich damit sagen will ist nicht, dass ich für exorbitante Studiengebühren bin, denn freie Bildung ist ein großartiges Gut; aber ich habe (im ideellen Sinne) gelernt, dass es auch ohne Murren geht und ein wenig Optimismus nicht schaden kann – ich hoffe, ich kann das beibehalten!

Sehen Sie das Stipendium als auch Vorteil für Ihre berufliche Zukunft an?
Auch wenn die Hauptgründe für meine Bewerbung persönlicher Natur waren und aus meinem Interesse für die USA rührten (und ich bin der festen Meinung, dass mich diese intrinsische Motivation dazu gebracht hat, im Bewerbungsverfahren zu überzeugen), würde es mich persönlich natürlich nicht stören, wenn mir das Stipendium einen Vorteil für meine berufliche Zukunft bringt. Bisher kann ich darüber nur mutmaßen, da ich zur Zeit noch in den USA bin und mich noch nirgends beworben habe; aber wäre ich derjenige, der einstellt, wäre ein Stipendium samt USA-Aufenthalt durchaus ein Pluspunkt für den Bewerber.

Haben Sie noch einen konkreten Tipp für Ihre Kommilitonen, wie sie an Stipendien kommen können?
Es gibt zahlreiche Webseiten für Auslandsstipendien: am geeignetsten ist wohl die Seite des „Deutschen Akademischen Auslandsdienstes“. Meiner Meinung nach gibt es jedenfalls keine Ausrede, kein Auslandssemester zu machen, wenn man interessiert ist – Programme und Unterstützung gibt es zur Genüge. Mein Tipp: Sich richtig reinhängen und vielleicht noch wissen, wohin man ganz konkret will.