Architektur-Student Torge Otto nahm im Dezember 2010 an einer zweiwöchigen Exkursion der Hochschule RheinMain nach Dubai teil. In seinem Studiengang gibt es das Wahlfach „International“, das sich mit Architektur rund um den Globus beschäftigt. Klar, dass ein Architektur-Student da die Chance nutzt, sich Dubai anzuschauen – eine Metropole, in der auf architektonischer Ebene so einiges los ist. Zustande kam die Exkursion über Kontakte, die Prof. Dr. Joachim Kieferle vom Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen zu einem Professor der American University im Nachbaremirat Sharjah hatte. Jeder teilnehmende Studierende der Exkursion wurde vom Büro für Internationales der Hochschule RheinMain mit 300 Euro aus dem DAAD-Programm PROMOS bezuschusst, so dass die Reise nicht nur ein Angebot für Bessergestellte war.
Obwohl die Gäste aus Deutschland in einem Hotel in Alt-Dubai wohnten, führte ihr erster Ausflug sie ins Nachbaremirat Sharjah. Ein Professor der American University of Sharjah, selbst gebürtiger Grieche, bot eine Führung durch die Universität an und erläuterte auch die vorhanden Werkstätten und angewandten Arbeitsweisen. Besonders spannend war für die deutschen Studierenden die Teilnahme an einem so genannten PinUp, einer Präsentationsrunde, in der die Studierenden der American University die Zwischenstände ihrer aktuellen Architekturprojekte vorstellen. Beeindruckt waren die Wiesbadener Architekten von der Ausstattung der Universität. „Die Finanzierung der Bildungsinstitutionen ist im Gegensatz zu unserem System gigantisch. Den Studierenden dort fehlt es an nichts, Material und Möglichkeiten, alles ist vorhanden“, schwärmt Torge Otto. Dafür müssen die Architekten in den Arabischen Emiraten lernen, mit ganz anderen Problemen umzugehen: „Architektur contra Wüste, also Staub und Sand, heißt der Kampf.“
Nicht nur die Größe der Gebäude und das Tempo, in dem sie aus dem Boden sprießen, faszinierte Torge in Dubai und Sharjah. „Unglaublich war auch, wie wahnsinnig gastfreundlich wirklich JEDER zu uns war“, begeistert sich der 25-Jährige. Über das ein oder andere musste man aber auch den Kopf schütteln: „Wir kamen aus dem kalten Winter Deutschlands in die Wüstenstadt Dubai. Und was war eine der Attraktionen, die wir uns ansahen? Wir tranken heißen Kakao in einer Berghütte in einer künstlichen Skihalle. Verrückt!“
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