Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Marc Böhle

Marc Böhle auf SardinienIn der ersten Jahreshälfte 2011 absolvierte Marc Böhle ein Auslandssemester an der Universität von Genua. Der 26-Jährige studiert am Fachbereich Wiesbaden Business School der Hochschule RheinMain International Business Administration.

Herr Böhle, wie kam es, dass Sie ausgerechnet in Italien gelandet sind?
Da ich hier in Wiesbaden einen internationalen Studiengang belegt habe, gehören Fremdsprachenunterricht und Auslandsaufenthalte zum Pflichtprogramm. Zu Beginn meines Studiums wurden alle Sprachenangebote vorgestellt. Bis auf das typisch italienische Essen und gelegentliche Surftrips an den Gardasee hatte ich vorher noch keine Beziehung zu Italien, aber die Vorstellung hat mich überzeugt. Als der Zeitpunkt fürs Auslandssemester gekommen war, stand für mich fest, dass ich nicht in ein englischsprachiges Land gehen, sondern meine neu erworbenen Sprachkenntnisse anwenden wollte. Aus mehreren italienischen Partneruniversitäten habe ich mich für Genua entschieden, weil die Studierenden, die vor mir da waren, sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

über den Dächern von Genua

Wie haben Sie in Genua gewohnt, und wie sind Sie an Ihre Unterkunft gekommen?
Da im Semester über mir gerade eine Studentin in Genua war, konnte ich glücklicherweise ihr Zimmer in einer netten WG übernehmen. Dort habe ich mit zwei Italienerinnen und einer finnischen Erasmusstudentin zusammen gewohnt. Ich wurde mit offenen Armen empfangen und habe mich sofort wohl gefühlt. Meine italienischen Mitbewohnerinnen haben mir immer gern bei den Hausaufgaben für die Uni geholfen und mich natürlich auch perfekt in die italienische (Ess-)Kultur eingeführt. Ich kann es also nur empfehlen, sich in eine italienische WG einzumieten. Durch meine italienischen Mitbewohnerinnen bin ich sehr schnell in die „Kultur“ eingebunden worden und habe auch einige gute italienische Freunde gefunden, mit denen ich immer wieder die Unterschiede zwischen Italien und Deutschland diskutiert habe. Aber auch einige internationale Freunde habe ich gefunden: die wichtigsten Wörter zum Überleben kann ich mittlerweile auch auf Finnisch.

Was hat Sie an der fremden Kultur am meisten überrascht?
Entgegen aller Vorurteile kam nie ein Italiener irgendwohin zu spät, zumindest nicht zu den Vorlesungen. Trotz meiner „deutschen Pünktlichkeit“ war ich immer einer der Letzten, und teilweise haben die Kurse sogar fünf Minuten zu früh angefangen. Abgeschreckt haben mich die hohen Preise für alles. Genua ist nicht gerade eine Touristenhochburg, und dennoch habe ich beim Einkaufen immer fast das Doppelte ausgegeben wie in Deutschland. Am meisten fasziniert haben mich das viele und gute Essen und besonders die aperitivo-Kultur. Man kauft sich für sechs bis acht Euro einen Cocktail, und dafür darf man so viel vom Buffet essen, wie man möchte. Ich habe leider ordentlich zugenommen in Italien…

Und wie kamen Sie an der Uni zurecht?
Bevor es mit der Uni „richtig“ losging, habe ich zwei Wochen lang einen Italienischkurs besucht. Den hat die Uni ihren Gaststudierenden angeboten. Dort hat man gleich die ersten Kontakte zu anderen Erasmusstudenten knüpfen können. Als das Studium dann los ging, waren wir ziemlich auf uns gestellt – die italienische Koordinatorin war immer viel beschäftigt und schwer zu erreichen. Zuerst ist es mir natürlich schwer gefallen, die Inhalte auf Italienisch zu verstehen, aber nach einer Zeit ging auch das einigermaßen gut.

Genuas UmlandWürden Sie den gleichen Auslandsaufenthalt wieder wählen?
Ich denke, ich würde wieder Genua wählen. Ich konnte meine Sprachkenntnisse ausbauen, und die Umgebung der Stadt ist wunderschön. Mit dem Flieger kann man von Genua aus hervorragend einen Kurztrip nach Sardinien machen. Auch die Nähe zu Nizza und Monaco laden zu einem Wochenendtrip ein. Außerdem liegt die Uni direkt am Hafen mit einem eigenen U-Boot vor der Tür, und man kann nach den Vorlesungen den Tag in einem der vielen Restaurants und Bars mit einem guten Glas Wein und Blick aufs Meer ausklingen lassen. Ich habe das Semester sehr genossen und werde sicher irgendwann wieder zurückkehren. Neben zahlreichen schönen Fotos nehme ich viele tolle Erinnerungen, einige neue Freunde und dank der „Pizza-Pasta-Focaccia-Diät“ auch einige Kilos zu viel mit nach Hause. Aber das nächste Abenteuer wartet schon auf mich: ich gehe für ein Praktikum nach Indien.

Ab ins Ausland!

Sie wollen auch für ein Studien- oder Praxissemester ins Ausland? Informieren Sie sich auf den Seiten des Büros für Internationales:
www.hs-rm.de/international