2011-05-11

Seminar "Bildene Kunst"

Im Rahmen der Persönlichkeitsbildung öffnet der Studienbereich ITE seinen Studierenden auch den Blick auf die schönen Künste. In Zusammenarbeit mit dem   Museum für Moderne Kunst, Frankfurt und dem Kurator Dr. Hubert Beck fand am 11. und 18. Mai 2011 unter dem Thema „Unterwegs im Labyrinth“ ein Kunstseminar statt.

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main gehört zu den weltweit bedeutendsten Museen für Gegenwartskunst. Die Sammlung des MMK umfasst über 4.500 Werke internationaler Kunst von den 1960er Jahren bis in die aktuelle Gegenwart hinein. Unter der Führung des Kurators Dr. Hubert Beck lernten wir das Museum, seine Architektur und seine Rolle als Kiste, als Anker in die jüngere Vergangenheit kennen. Dabei begegneten wir zwei wichtigen „toten weißen Männern“ - Andy Warhol und Joseph Beuys. Diese stehen am Anfang der Entwicklung der Kunst der 60er und 70er Jahre bis heute. Der Amerikaner Warhol ist der Prophet des Pop als heutiger Universalkultur, der Deutsche Joseph Beuys - „Jeder Mensch ist ein Künstler“ - ist vielleicht der letzte Proletarier, der mit Hilfe einer neuen Kunst den „kranken Gesellschaftskörper“ heilen will. Kunst ist bei ihm „soziale Plastik“. Für Warhol gilt: „All is pretty“. Beispiele für die drei Säulen der Kunst von heute - Pop / Konzept / gesellschaftskritische Ansätze – wurden betrachtet. Aus den Werken dieser beiden Künstler, ihren unterschiedlichen Weltanschauungen und ihrem Verhältnis zueinander ergibt sich eine spannende Geschichte mit den folgenden wesentlichen Themen:

  • Neues Künstlerbild und -selbstverständnis
  • Frage nach Original und Kopie
  • Frage nach Bild und Raum
  • Zunehmende Bedeutung des fotografischen Bildes in der zeitgenössischen Kunst
  • Rolle von Archiven (Zeit)

Ein herzlicher Dank an Herrn Dr. Hubert Beck für die sachkundigen und unterhaltsamen Erläuterungen zur modernen Kunst.