2002-06-20

Rüsselsheimer Hochschulgespräche 2002

Im Rahmen der Rüsselsheimer Hochschulgespräche 2002 unter dem Motto Hochschule - Partner der Region organisieren die Fachhochschule Wiesbaden, die Volkshochschule Rüsselsheim und die Gesellschaft zur Förderung des Ingenieurstudiums in Rüsselsheim e.V. mehrere Themenabende. Am 20. Juni 2002 diskutierten Referenten der Industrie und der Fachhochschule vor ca. 100 Zuhörern über das Thema: Kommunizieren ohne Kabel - Local Wireless Communication Networks,  abstract.

Damit wir mit der Vielzahl der elektronischen Geräte, die uns im Alltag umgibt, mobil, einfach und einheitlich kommunizieren können sind neue Technologien gefragt. Wireless-LAN (WLAN) und Bluetooth sind drahtlose Übertragungstechnologien, die in wachsendem Umfang den Datenaustausch zwischen PC, Notebook, Mobiltelefon und anderen Endgeräten übernehmen und teilweise das klassische Ethernet ersetzen. Je nach Sichtweise und Marktinteressen werden diese Technologien häufig in übertriebener Weise als Top oder Flop dargestellt. Die Vorträge gaben einen Überblick über die technischen Grundlagen, die Anwendungsgebiete sowie die realistische Leistungsfähigkeit aktueller drahtloser Übertragungstechniken für lokale Netze. Aufgrund des leichten Zugangs nicht autorisierter Personen zu den Funksignalen auf der Luftschnittstelle wurde den Fragen der Sicherheit solcher Netze ein besonderer Schwerpunkt gewidmet. Die Vorträge wurden durch die praktische Vorführung eines 802.11b Systems sowie eines Bluetooth Systems ergänzt.

Dr.-Ing. Jörg Wacker von der Firma Tenovis GmbH & Co KG, Frankfurt, referiert über Wireless LANs - Theorie, Technik, Trends.

Prof. Dr.-Ing. Karl Heinrich Hofmann von der FH Wiesbaden erläutert die Technologien der Luftschnittstellen.

Dr.-Ing. Bernhard Löhlein von T-Systems Nova GmbH, Darmstadt, Abteilung Kryptologie, Sicherheitslösungen, spricht über Sicherheit in Bluetooth und 802.11 Netzwerken.

Der Hörsaal E1 füllt sich langsam.
Die Zuhörer verfolgen interessiert die
Ausführungen der Referenten.
Dr.-Ing. Jörg Wacker von der Firma Tenovis
GmbH & Co KG, Frankfurt.
Prof. Dr.-Ing. Karl Heinrich Hofmann von der
FH Wiesbaden.
Dr.-Ing. Bernhard Löhlein von T-Systems Nova
GmbH, Darmstadt.
Ralf Müller von der FH Wiesbaden demonstriert
einen durch ein Störsignal ausgelösten
Kanalwechsel der WLAN-Verbindung.
Der als Störsender verwendete Signalgenerator
Rohde & Schwarz SMPD ist auf Kanal 1, d.h. eine
Frequenz von 2,412 GHz, eingestellt.
Tenovis-Labormuster einer Bluetooth Applikation,
vorne das Bluetooth Headset, rechts das
Systemtelefon.

Fotos: G. Fries