10.12.2004 Vortrag Werner Dabringhaus

Mono, Stereo, Surround: "Die Klangwelt ist doch keine Scheibe ...."

Am Freitag, dem 10.12.2004, stellte Diplom Tonmeister Werner Dabringhaus von der Firma Dabringhaus und Grimm Audiovision GmbH, Detmold, im M-Lab des Fachbereichs Informationstechnologie und Elektrotechnik sein patentiertes 2+2+2 Recording Verfahren anhand beeindruckender Klangbeispiele vor.

Das weit verbreitete 5.1 Surrundformat, d.h. zwei sogenannte Front-Lautsprecher, zwei Rear-Lautsprecher plus Center (Mittenlautsprecher) und Subwoofer (Tiefbasslautsprecher) orientiert sich primär an den Erfordernissen der Film-DVD und weniger an der idealen Reproduktion von Musik. In dieser verbreiteten Surroundanordnung wird der Hörer zwar von Klangereignissen aus verschiedenen Richtungen umgeben, der Höreindruck bleibt jedoch weitgehend zweidimensional. Hier setzt das sogenannte 2+2+2 Recording, eine Erfindung der Firma Dabringhaus und Grimm Audiovision GmbH, an.

2+2+2 Recording bietet Möglichkeiten zur kompatiblen Nutzung des sechskanaligen 5.1 Übertragungsweges für ein System dreidimensionaler Klangwiedergabe mit drei stereophonen Kanälen. Dabei werden der Center und der Subwoofer durch ein Lautsprecherpaar ersetzt, das in definierter Höhe über den vorderen Lautsprechern positioniert wird. Dadurch ergibt sich eine originalgetreue akustische Abbildung des Klangraums und die präzise Ortbarkeit von Stimmen und Instrumenten. Es entsteht ein realistischer dreidimensionaler Klangeindruck.

Nebenstehend einige Impressionen von der Veranstaltung.

Der Aufbau und die Justage der Lautsprecher sollten möglichst exakt vorgenommen werden. Die vertikale Position (jeweils Hochtöner betrachtet) der oberen Front-Speaker soll dem halben Abstand der beiden unteren Front-Speaker entsprechen. D.h. die vier Hochtöner der Front-Speaker bilden ein Rechteck mit dem Verhältnis Breite zu Höhe von 2:1. Die Hochtöner der unteren Front-Speaker befinden sich idealerweise auf Ohrhöhe der sitzenden Zuhöhrer. Front- und Rear-Speaker sind auf einem Kreis angeordnet.

Als Front- und Rear-Speaker der Vorführung wurden Nubert nuwave 8 verwendet. Als Top-Speaker kamen Diplolautsprecher Nubert RS-5, die an einem Beleuchtungsstativ befestigt wurden, zum Einsatz. Der obere Lautsprecher muss exakt auf Achse mit dem unteren Lautsprecher sein. Als Verstärker wurde ein Denon AVC-A1SE 7-Kanal Surroundverstärker verwendet.

Nochmals herzlichen Dank an Herrn Dabringhaus.

Impressionen der Veranstaltung

Beginn der Aufbauarbeiten im M-Lab, Lautsprecher für die akustische Höheninformation unter der Decke.
Top-Speaker: Nubert RS-5 Diplollautsprecher.
Top-Speaker exakt auf Achse mit Front-Speaker.
Unter Werner Dabringhaus Anleitung und mit Unterstützung des Teams vom IT-Labor ist endlich der Aufbau geschafft. Von links nach rechts: Georg Fries, Werner Dabringhaus, Karl Heinrich Hofmann
und Henning Wirbs.
Die annähernd 50 Zuhöhrer sind schon sehr gespannt.
Die dreideminsionale akustische Darstellung ist beeindruckend ...
sowohl in der Breite ...
als auch in der Höhe.

Fotos: Jörg Lauber