ISAPP KURZTEXT

ISAPP

(...) Dabei ist uns ein regionaler Bezug unserer Forschungsprojekte besonders wichtig: deshalb kooperieren wir mit den Trägern Sozialer Arbeit vor Ort und orientieren unsere Forschungsvorhaben an deren Bedarfslagen im Sinne praxisorientierter und diskursorientierter Forschung.

Wir sind einem Verständnis kritischer Wissenschaft und kritischer Praxis Sozialer Arbeit verpflichtet und forschen auf der Basis kritischer Sozialforschung. ISAPP verfolgt einen Ansatz kooperativ-partizipativer Sozialforschung, die sich aus forschungsethischer Perspektive als interaktiv, anerkennend und aufdeckend versteht.

Sie zielt auf die wissenschaftliche Analyse und Evaluation von Strukturen, Prozessen und Erfahrungen sozialarbeitsbezogener bzw. sozialpädagogischer Praxis und versucht, im jeweils Besonderen spezifischer Handlungskontexte und -situationen für und mit den Akteurinnen und Akteuren das Allgemeine ihrer zumeist widersprüchlichen gesellschaftlichen Handlungsbedingungen aufzuspüren.

Daher streben die in Untersuchungs- und Evaluationsprojekten des ISAPP eingesetzten und feldbezogen (weiter-)entwickelten Forschungsmethoden zum einen ein Höchstmaß an Gegenstandsangemessenheit an. Zum anderen sollen für die in den Forschungsprozess einbezogenen mittels der eingesetzten Methoden (Selbst) - Reflexionsprozesse auf ihr Handeln und dessen Bedingungen angestoßen werden, um auf diese Weise mit ihnen alternative Handlungsmöglichkeiten zu erschließen.

Dies impliziert, dass Forschungsgegenstand und Forschungsfragen nicht allein durch die Forschenden und ihre Auftraggeber bestimmt werden können. Vielmehr sollten auch alle Untersuchten ihre Interessen an einer (Be-)Forschung wieder finden können. Denn nur so sind sie motiviert, sich am Forschungsprozess zu beteiligen und dabei zu Mit-Forschenden zu werden, um auf dieser Basis individuelle und organisationelle Veränderungen einzuleiten.