MIKROPLASTIK

Mikroplastik

Als Mikroplastikpartikel werden Kunstoffteile kleiner als 5 mm bis hin in den Mikrometerbereich bezeichnet. Aus industrieller Herstellung, Kosmetika, Abrieb von Kleidung beim Waschen und Einsatz im Haushalt gelangen die Partikel ins Abwasser, in die Kläranlagen, Flüsse und ins Meer. Die Partikel können als Pellets, Fasern oder Bruchstücke auftreten, von Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren inkorporiert und damit in der Nahrungskette akkumuliert werden. 

Erst seit einigen Jahren wird das Auftreten von Mikroplastik-Partikeln untersucht. Untersuchungen wurden aufgrund der hohen Kunststoffmengen in Meerwasser durchgeführt. Bei ersten Süßwasseruntersuchungen wurden Mikroplastik-Partikel u.a. in der Donau, im Genfer See, Gardasee und in Fluss Sedimenten gefunden. Eine einheitliche Analysenmethode existiert noch nicht.

Bisher können nur wenige Forschungsinstitute in Deutschland die Analytik durchführen. Im Verfahrenstechnik-Labor ist die Anschaffung eines Micro-FTIR oder RAMAN Messgerätes geplant, mit dem die Kunststoffpartikel erfasst und die Arten der Kunststoffe bestimmt werden können. Die Analysenmethode, die aus der Meeresforschung stammt, soll weiterentwickelt werden. Besonderes Augenmerk soll auf die Aufkonzentrierung und Isolierung der Mikroplastik-Partikel gelegt werden.

Im Rahmen der „Förderlinie 2 Forschung für die Praxis“ wurde ein Forschungsantrag zusammen mit der Technischen Hochschule Mittelhessen eingereicht und bewilligt.

Über Ideen für mögliche Untersuchungen freuen wir uns und sind offen für die Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen.