ONTOSTORM

Auf einen Blick

Forschungsprojekt Ontologiebasiertes Storage Management
Fachbereich Design Informatik Medien
Labor Labor für Verteilte Systeme
Leitung Prof. Dr. Reinhold Kröger
Beteiligte Andreas Textor
Benjamin Vogler
Ansprechpartner Forschungsförderung Dr. Michael Anton
Susanne Korzuch
Projektpartner SVA Systemvertrieb Alexander GmbH, Wiesbaden
Laufzeit 01.07.2013 - 31.12.2014
Website wwwvs.cs.hs-rm.de/projekte/ontostorm.html

Projektbeschreibung

Bei ständig wachsenden Datenmengen in allen Bereichen der Informationsverarbeitung steigt die Nachfrage nach sog. Cloud Storage: Speicher mit wählbaren Dienstgütemerkmalen wird Kunden von Dienstleistern unverzüglich im Netzwerk bereitgestellt und nach definierten Kriterien verrechnet (z.B. nur die wirklich genutzten Ressourcen werden in Ansatz gebracht). Zum Anbieten komplexer Speicher-Dienste muss ein Dienstleister über ein flexibles und effizientes Storage Management verfügen. Werkzeuge zum manuellen bis halbautomatischen Storage Management existieren bereits, Produkte der führenden Anbieter zeigen jedoch, dass die Möglichkeiten, komplexe Management-Aufgaben abhängig von den Gegebenheiten eines konkreten Speichersystems flexibel und automatisch durchzuführen, derzeit kaum gegeben sind. Ziel des Vorhabens "Ontologiebasiertes Storage Management" (OntoStorM) ist es, sog. Ontologien einzusetzen, um Storage-Systeme formal zu modellieren, flexible Algorithmen auf der Basis von Regelsystemen zu ermöglichen und darauf basierend ein automatisiertes Management unter gleichzeitiger Berücksichtigung verschiedener Wissensdomänen zu erreichen. Dazu soll eine prototypische Management-Software entwickelt werden, der sogenannte OntoStorM-Manager, der als neuer wissensbasierter Verarbeitungskern einer zukünftigen Version des Produkts BVQ der SVA eingesetzt werden soll. Der verfolgte Ansatz existiert in dieser Form weder in kommerziellen Produkten noch in akademischen Projekten. Technisches Alleinstellungsmerkmal ist insbesondere die Verwendung verbundener formaler semantischer Modelle verschiedener Problemdomänen basierend auf offenen W3C Standards. Erreicht werden eine kundenorientierte Unterstützung für den gesamten Lebenszyklus ihrer Datenbestände (z.B. automatische Überwachung vereinbarter SLAs, feingranulare Erfassung und Abrechnung von Leistungen, nachhaltige Kostenoptimierung) und eine zu großen Teilen automatisierte Betriebsführung auf Seiten des Dienstleisters. Die Hochschule RheinMain bringt ihre Erfahrungen im Bereich Ontologien in das Projekt ein und beteiligt sich an den Implementierungsarbeiten.