4-SÄULEN MODELL

Das 4-Säulen Modell

Das ab dem Wintersemester 2014/15 neue Studienangebot besteht aus vier Säulen mit jeweils 24 ECTS (16 ECTS Projekt + 8 ECTS wissenschaftliche Grundlagen)

  • Erhalten
  • Weiterbauen
  • Überformen
  • Einfügen


Aus diesem Angebot belegen die Studierenden mindestens drei unterschiedliche Säulen. Die Säulen decken die gesamte Bandbreite des „Bauen mit Bestand“ ab, überschneiden sich jedoch in nicht unerheblicher Weise. Hierdurch kann eine gewisse Spezialisierung erreicht werden, ohne das Studienziel - Ausbildung zum Generalisten - aus den Augen zu verlieren.

Die Säulen werden jeweils nur jährlich angeboten. Durch den speziellen Angebotsrhythmus ist es - unabhängig vom Zeitpunkt der Ersteinschreibung - möglich alle vier Kombinationsmöglichkeiten zu wählen. Dies gilt auch, wenn die Studierenden im 2. oder 3. Semester ein Praxis- oder Auslandssemester einlegen.

Inhalte der 4 Säulen

(Auszüge aus dem Modulhandbuch)

Erhalten

Die Schwerpunkte des Projekts liegen bei der Projektentwicklung - im
wirtschaftlichen und nutzungsspezifischen Bereich. Die Bewertung der teilweise
historischen Bausubstanz und deren wirtschaftliche Bewertung der zukünftigen
Nutzung stehen im Vordergrund.

Schwerpunkt der Lehrveranstaltung ist eine intensive Auseinandersetzung mit einem Gebäude, einem Stadtbereich, einer Stadt oder Region. Durch genaue Beobachtung, Aufmaß oder Raumbuch sollen Bauabläufe und Entwicklung des Bauwerkes herausgearbeitet und theoretisch rekonstruiert werden. Auf der Grundlage von Literaturarbeit und der Kenntnis von Vergleichsbeispielen wird eine Einordnung des Objektes in den bauhistorischen Kontext erarbeitet. Kenntnis über Besonderheiten und Stellenwert des Gebäudes sind die Grundlagen für eine „Wertermittlung“, eine kulturgeschichtliche Einordnung oder eine Einordnung im städtischen Kontext. Die objektspezifische Anwendung moderner Aufmaß- und Dokumentationstechnik nehmen einen besonderen Stellenwert in der Übung ein.

Ergänzt wird das Projekt mit den Modulen:

  • M-211 Erhalten: Entwurfsstrategie Denkmalpflege
  • M-212 Erhalten: Projektentwicklung

Weiterbauen

Die Schwerpunkte des Projekts liegen auf der Sanierung und dem Umbau. Behandelt werden beispielweise typische Gebäude des 19.ten oder 20.ten Jahrhunderts ohne besonders schützenswerte Bausubstanz. Häufig beinhaltet das Projekt eine Änderung oder grundlegende Anpassung der noch vorhandenen Nutzung.

Integraler Bestandteil der Entwurfsübung ist die Anpassung an heutige Standards, beispielweise des Tragwerks, der bauphysikalischen Standards und/oder der Funktion und Gestaltung. Dabei sind insbesondere heutige Nutzeranforderungen sowie gesetzliche Vorschriften im Projekt unter Berücksichtigung architektonischer,
ökonomischer und ökologischer Bedingungen umzusetzen.

Ergänzt wird das Projekt mit den Modulen:

  • M-311 Weiterbauen: Entwurfsstrategie
  • M-312 Weiterbauen: Bauen mit Bestand

Überformen

Der Schwerpunkt des Projektes liegt in der Adaption bestehender Gebäude – meist
solche ohne besonders schützenswerte Substanz – an eine zeitgemäße Nutzung.

Dabei werden regelmäßig neue Anforderungen an die Gebäudehülle und die
Gebäudetechnik thematisiert. Am Entwurf wird zudem überprüft, welche Bautechniken, Baustoffe und Bauteilfügungen ökonomisch und ökologisch im Hinblick auf eine ganzheitliche Gebäudetransformation zielführend sind.

Ergänzt wird das Projekt mit den Modulen:

  • M-411 Überformen: Entwurfsstrategie
  • M-412 Überformen: Energie + Gebäudetechnik

Einfügen

Das Weiterentwickeln von Bestehendem erfordert eine andere Methodik als „das
Neue“ - Die qualitative Analyse des Kontexts ist bereits Teil des Entwurfsprozesses. So wird die Formulierung der Aufgabenstellungen ein zunehmend bedeutender Teil der Arbeit von Städtebauern und Architekten sein. Es gilt bereits die Nutzungs- und Programmdefinition eines Ortes als Teil des Entwurfes im Bestand strategisch mit zu gestalten.

Die Entwicklung eines Konzeptes welches Antworten auf gestellte und besonders auf selbst entwickelte, aber dem Standort und seinem räumlich- gesellschaftlichen Kontext inhärenten Fragen gibt, steht im Zentrum des Fachs.
„Einfügen“ bezieht sich somit neben dem baulichen (typologischen) Eingriff auf soziale, ökonomische, infrastrukturelle und kulturelle Handlungsfelder.


Ergänzt wird das Projekt mit den Modulen:

  • M-511 Einfügen: Entwurfsstrategie
  • M-512 Einfügen: Bauen mit Stadt + Gebäudetypologien

Mögliche Säulenkombinationen, Studienbeginn WS 2014/15

Die nachfolgenden Blätter zeigen die unterschiedlichen Kombinationen innerhalb der vier Säulen. Hellgrau ausgeblendete Säulen werden angeboten, aber in dieser Kombination nicht gewählt. Die grün geschriebenen Säulen zeigen die Möglichkeit aus der nicht belegten Säule ausschließlich die "wissenschaftlichen Grundlagen" als Wahlfach zu belegen.

MÖGLICHE SÄULENKOMBINATIONEN, STUDIENBEGINN SS 2015

Die nachfolgende Datei zeigt die unterschiedlichen Kombinationen innerhalb der vier Säulen. Hellgrau ausgeblendete Säulen werden angeboten, aber in dieser Kombination nicht gewählt. Die grün geschriebenen Module zeigen die Möglichkeit aus der nicht belegten Säule ausschließlich die "wissenschaftlichen Grundlagen" als Wahlfach zu belegen.

Professoren im 4- Säulen- Modell

Jedes Projekt wird in der Regel von zwei Professorinnen oder Professoren betreut, welche auch für die Module der wissenschaftlichen Grundlagen verantwortlich zeichnen. In dieser Kombination stellen wir sicher, dass die Lehre Säule inhaltlich eng verknüpft und somit wissenschsftlich aktuell und praxisbezogen ist.

Im Studienjahr 2014/15 lehren unter Anderen: