BAUFORSCHUNG ZUM SOGENANNTEN LEUCHTTURM VON OSTIA

Auf einen Blick

Forschungsprojekt Bauforschung zum sogenannten Leuchtturm von Ostia
Fachbereich Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen
Institut Labor für Bauforschung
Leitung Prof. Dr.-Ing. Corinna Rohn, Tel.: 0611 9495-1420, Email: corinna.rohn@hs-rm.de
Beteiligte
Projektpartner Prof. Dr. Michael Heinzelmann, Archäologisches Institut der Universität zu Köln, Tel.: 0221 470-1962, Email: michael.heinzelmann@uni-koeln.de Prof. Dr. Andreas Vött, Geographischen Institut Johannes Gutenberg Universität Mainz, Tel.: 06131 39 22694, Email: voett@uni-mainz.de
Laufzeit Seit 2013
Finanzierende Institution oder Auftraggeber Deutsche Forschungsgemeinschaft, Teilprojekt im Schwerpunktprogramm SPP 1630 „Häfen von der Antike bis zum Mittelalter“.

Projektbeschreibung

Ostia bildete in der römischen Kaiserzeit zusammen mit der nördlich angelegten Hafenstadt Portus den zentralen Versorgungshafen Roms und die wahrscheinlich wichtigste Handelsdrehscheibe des Mittelmeerraums. Während Portus in den vergangenen Jahren untersucht wurde, ist das wirtschaftliche Herzstück Ostias, der Flusshafen, bislang kaum untersucht worden. Vorarbeiten haben die Existenz eines größeren Flusshafenbeckens mit einer Bebauung an der Ostseite aus Navalia und Tempel nachgewiesen. Vermutlich gehört auch die turmartige Ruine auf der Westseite zur Bebauung des Flusshafenbeckens. Mit dem Projekt zum Flusshafen von Ostia sollen die Fragen zur Ausdehnung und Gestaltung des Flusshafenbeckens, die straßentechnische Erschließung und urbanistische Einbindung sowie die Rolle des Turms an der Tibermündung bzw. Westseite des Hafenbeckens geklärt werden.

Die Bauforschung am Turm wurde im September 2013 mit einem Team von Architektur- und Archäologiestudenten begonnen. Der Turm besteht im unteren Bereich aus einem Podium aus mehreren Mauerpackungen opus caementicium Resten, die verschiedenen antiken Bauphasen zugeordnet werden können. Der obere, heute gut sichtbare, Turm wurde zu Beginn des 16. Jh. von einer reichen Familie errichtet und gehörte damals zu einem der ersten Steingebäude in dieser sumpfigen Region.

Bilder und Grafiken zum Projekt