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Das Studium soll auf Aufgaben zum Umweltmanagement und Infrastrukturplanung in Ballungsräumen vorbereiten und sich am Wandel der Siedlungsstrukturen und der daraus resultierenden Gestaltungsaufgaben orientieren. Durch die im Studium vermittelten Inhalte und Methoden sowie die Reflexion der Erfahrungen der Berufspraxis soll das Studienprogramm dazu befähigen, wissenschaftliche Theorien mit umsetzungsfähiger Praxis im Berufsfeld zu verbinden.

Durch die mögliche Schwerpunktsetzung in der Wahl von Wahlpflichtmodulen seiner Präferenz kann der Studierende eine besondere vertiefende Qualifikation erlangen, ohne daß hierdurch die Querschnittsorientierung geschmälert wird. Insbesondere im Bereich Landschaftsarchitektur wird dazu sichergestellt, daß so die Befähigung zur späteren Erlangung des Titels Landschaftsarchitekt und die Aufnahme in die Kammern möglich wird, sofern ein entsprechendes Bachelorstudium vorlaufend nachgewiesen ist.

Die Ausbildung zielt darauf ab, nach einer bereits abgeschlossenen ersten Ausbildungsphase (BA, i.d.R. Ingenieurstudium) einen sachkundige, entscheidungskompetente Generalisten hervorzubringen, die die Sprachen der Beteiligten verstehen, ihre möglichen Beiträge zu Lösungen erkennt und damit Führungsfähigkeit beweisen. Die Breite des Angebots soll insgesamt studiert werden, um die angestrebte Generalisierung zu gewährleisten. Ein spezifisches fachliches Wissen liegt dabei aus den konsekutiv zuführenden Bachelorstudiengängen bereits vor. Gezielte Wahlmöglichkeiten ermöglichen den Studenten die Chance der individuellen Profilbildung. Ungewünschte Spezialisierungseffekte können mit dem Mentorensystem aufgefangen werden. Auch sind kurzfristig ein Musterstudienplan und mittelfristig ein ganzer Satz von Musterstudienplänen als Vorschlag für die Studenten geplant.

Das Ausbildungsziel des Studiengangs ist eine fachübergreifende Qualifikation im Bereich der technischen Infrastruktur, Umweltplanung und Management, die zu gezielter Tätigkeit in Industrie, Verwaltung, Consulting-Unternehmen, Betreiberunternehmen, Institutionen und Verbänden oder Forschungseinrichtungen befähigen soll. Die Studierenden lernen, Probleme in ihrer Komplexität zu erfassen und sich in neue Gebiete und Methoden selbständig einzuarbeiten und Lösungen für die o.g. Aufgaben zu entwickeln. Sie werden befähigt im wesentlichen folgende fachspezifische Aufgaben zu bewältigen:

  • Beurteilung der vielfältigen Ansprüche an die Infrastruktur in quantitativer und qualitativer Hinsicht.
  • Erarbeiten von Planungsunterlagen für die Weiterentwicklung von Infrastruktursystemen.
  • Erkennen und analysieren der planungs- und vorhabensbezogenen Zusammenhänge der ökologischen Anforderungen, der sozialen Rahmenbedingungen und der ökonomischen Gegebenheiten
  • Handhabung der planungs- und vorhabensbezogenen Instrumente und der Methoden zum Management.
  • Beurteilen der ökonomischen und ökologischen Auswirkungen der Infrastruktur mit Umweltfolgenabschätzung.
  • Umsetzen der Kenntnisse im rechtlichen und verfahrensgebundenen Bereich, um Projekte und Vorhaben erfolgreich und zielführend steuern und umsetzen zu können.

Positionierung der Absolventinnen und Absolventen im Arbeitsmarkt

Das Masterstudium UMSB soll insbesondere für die nachfolgend genannten Berufsfelder qualifizieren:

  • Infrastrukturbetriebe der Ballungsräume
  • Regional- und Planungsverbände
  • Service- und Dienstleistungsgesellschaften
  • Öffentliche Verwaltung
  • Beratende und planende Ingenieurbüros
  • Europäische und internationale Projektentwickler

In den genannten Berufsfeldern werden Kenntnisse und Befähigungen für einen breiten Einsatz nachgefragt. Notwendig sind daher einerseits gute fachliche Grundkenntnisse, die durch einen guten Abschluss in einem ersten berufsqualifizierenden Studium nachgewiesen werden, sowie Befähigungen zum interdisziplinären Management von Aufgaben zur Umweltgestaltung und zur technischen Infrastruktur. Das für Planung und Management erforderliche Fachwissen ist gleichermaßen gefragt wie Grundkenntnisse im methodischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Bereich.

Die Absolventen des Masterstudienganges werden in ihrer beruflichen Praxis in der Regel mehrere und verschiedenartige Aufgaben wahrnehmen. Aufbauend auf dem Basiswissen des ersten berufsqualifizierenden Abschusses, erwerben sie im Masterstudiengang dafür strategische Fachkenntnisse zur Analyse und Bewertung von Technologien sowie Managementkompetenzen, um den Anforderungen des Berufsfeldes (z. B. nach Flexibilität) gerecht werden zu können. Die Weiterentwicklung der fachlich-wissenschaftlichen Basis beschleunigt sich stark und muss von einer umfassenden Änderung im instrumentellen Bereich der Anwendung des Wissens von fünf bis zehn Jahren ausgehen. Hieraus wird die wachsende Bedeutung der Vermittlung strategischer Fachkenntnisse an der Hochschule deutlich, die eine Befähigung zur Analyse und Bewertung der Entwicklungen von Technologien, Nachfragepotentialen und wirtschaftlichen Einsatzmöglichkeiten sowie sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen einschließt.

 

Berufsfeld und Praxisbezug

Die Absolventen des Studienganges UMSB finden Ihre Aufgaben in den Berufsfeldern:

  • Infrastrukturbetriebe
  • Regional- und Planungsverbände
  • Service- und- Dienstleitungsgesellschaften
  • Öffentliche Verwaltung
  • Beratende und planende Ingenieure
  • Projektentwickler

In diesen Bereichen kooperieren die beteiligten Fachdisziplinen seit Jahren eng bei der Planung und Umsetzung von Projekten. Die Fachhochschule Wiesbaden möchte mit dem neuen Studiengang diese Praxis auch in Forschung und Lehre umsetzen. Erste Einschätzungen zeigen, dass nicht nur für den Ballungsraum Rhein-Main auch zukünftig besonders qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure für die zahlreichen anspruchsvollen Aufgaben des Umweltmanagements und der Infrastrukturplanung benötigt werden.

Studienprogramm, Abschluss M.Eng.

Das Studienprogramm ist interdisziplinär und modularisiert. Es beinhaltet neben den genannten Fachdisziplinen insbesondere Lehrveranstaltungen zur Betriebswirtschaft, zum Projekt- und Umweltmanagement und wird ergänzt mit Modulen aus der Architektur, der Physikalischen Technik und der Umwelttechnik. Die Studierenden können Schwerpunkte in Landschaftsarchitektur, Wasserwirtschaft, Verkehrswesen, Ressourcenwirtschaft oder Stadt- und Infrastrukturplanung wählen. Im vierten Studiensemester wird eine Master-Thesis angefertigt. Mit erfolgreichen Abschluss wird der Titel „Master of Engineering“ vergeben. Für Landschaftsplaner ist bei Wahl des Schwerpunktes Landschaftsarchitektur die spätere Aufnahme in die Architektenkammer möglich.

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