
Die beste Art der Evaluation sind kritische Juroren bei renommierten Wettbewerben. Die Auszeichnungen für Arbeiten der Wiesbadener Kommunikationsdesigner in nationalen wie internationalen Wettbewerben sind zahlreich und scheuen keinen Vergleich mit Profi-Arbeiten.
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Preise und Auszeichnungen der Wiesbadener Gestalter 2009 bis 2000

SCHILDERUNG EINES "ABERWITZIGEN TAGES"
Von: Dr. Ernst-Michael Stiegler
Wiesbadener Hochschulabsolvent gewinnt Hessischen Film- und Kinopreis
Stefan Müller hat den mit 5000 Euro dotierten Hessischen Kurzfilmpreis gewonnen. Der Absolvent des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain und "Zögling" von Prof. Dipl.-Des. Rolf Schubert beteiligte sich mit seinem 15-minütigen Kurzfilm "Der Notfall" am diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis.
Dieser "saukomische Animationsfilm " - so die Laudatio - hat mit seinem atemberaubenden Tempo und dem ganz eigenen Stil des Regisseurs Stefan Müller die Jury beeindruckt. Der gebürtige Limburger warf dabei gewissermaßen "die Toy Story, die Coen Brothers, eine Verwechslungskomödie und einen Heimatfilm zusammen in einen Topf", wie er es selbst formuliert.
"Der Notfall" ist nicht der erste Regieerfolg von Stefan Müller. Er hat "kreativ und detailorientiert mehrere Festivalfilme erfolgreich realisiert und national sowie international hochkarätige Preise gewonnen" (Prof. Rolf Schubert). Einen Höhepunkt in seiner noch jungen Karriere bildete der 2. Platz in Cannes, Frankreich, anlässlich der Cinefondation 2006 mit seinem Animationsfilm "Mr. Schwartz, Mr. Hazen & Mr. Horlocker". Besonders lobt sein ehemaliger Professor beim aktuell prämierten Kurzfilm, dass es Stefan Müller "hervorragend versteht, die unterschiedlichsten Darstellungstechniken professionell einzusetzen, ohne dass sie mit der humorvollen Handlung konkurrieren".
15.11.2012
Drei Kommunikationsdesign-Studenten hatten die besten Ideen.
Von: Dr. Ernst-Michael Stiegler
Drei Studierende der Hochschule RheinMain können sich freuen: Sie haben das überzeugendste Konzept für einen neuen Imagefilm über Hessen vorgelegt. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung hatte im Juni Film-Studierende des Netzwerks der hessischen „Film- und Medienakademie“ aufgerufen, ein Konzept für einen Hessen-Imagefilm auszuarbeiten. Aus zehn Beiträgen ging der Entwurf der drei Wiesbadener Kommunikationsdesign-Studenten Anil Cakar, Michael Mladek und Claudio Como als Sieger hervor.
Wertvolle Unterstützung fanden die Studenten bei Günther Klein, Lehrbeauftragter im Studiengang für den Bereich „Film“. Seine Ideen und seine fachliche Kompetenz wird er auch noch bei der möglichen kommenden Produktion des Imagefilms einbringen. Kommentar der betreuenden wissenschaftlichen Mitarbeiter im Studiengang, Roland Blum und Johann Graf: „Wir alle freuen uns sehr, gewonnen zu haben. Ein wenig stolz sind wir auch. Die Mitbewerber und die beteiligten Hochschulen haben bestimmt auch ihr Bestes gegeben ... “
Die jungen KD-ler wollen ihrem Film einen völlig neuen Anstrich geben und sich damit von herkömmlichen Produktionen dieses Genres unterscheiden. Bei ihrer gründlichen Recherche anderer Imagefilme – darunter zu New York, Tokio und Hamburg – fiel ihnen „sofort auf, dass alle nach dem gleichen Prinzip arbeiten: Die ständig gleiche Aneinanderreihung von optisch immer gleich wirkender Stadt, immer gleichen Luftaufnahmen. Die beworbene Stadt lässt sich im Grunde beliebig austauschen.“ Stattdessen möchten sie ihren Imagefilm „emotional aufladen: Der Betrachter soll nicht einfach optische Eindrücke über sich ergehen lassen, er soll in die wirtschaftlich, kulturell und innovative Landschaft, die sich Hessen nennt, eintauchen.“
Goethes Visionen vom modernen Hessen
Um dieses Ziel zu erreichen, werden sie anstelle der austauschbaren, langweiligen Zusammenschnitte von Stadt- und Landschaftsaufnahmen ein „frisches, junges Design“ verwenden. In Verbindung mit Mixed Media Elementen – das sind „Kombinationen aus traditioneller Zeichnung, moderner Vektorgrafik und animierter Illustration“ (Anil Cakar) – sollen die Zuschauer „persönlich und höchst emotional“ angesprochen werden. Dafür entstauben sie auch den Frankfurter Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe: dessen fiktive Visionen von Hessen visualisieren die Studenten anhand seiner Träume.
Konkret soll das so funktionieren, wie es die drei Kommunikationsdesigner in der „Synopsis“ ihrer Filmkonzeption beschrieben haben: „Es ist 1782, wir befinden uns in Johann Wolfgang Goethes Arbeitszimmer. Müde schreibt er bei nächtlichem Kerzenschein am „Faust“. Ihm fallen langsam die Augen zu. Er nickt ein und wirft versehentlich sein Tintenfässchen um. Aus der Tinte, die sich langsam auf diversen Papieren verteilt, entstehen und erwachen Zeichnungen sowie Bilder des gegenwärtigen Hessen zum Leben. Eine geschickte Kombination aus mitreißend animierten Grafiken und wunderschönen Realaufnahmen, die fließend ineinander übergehen, führt in einer spannenden Fahrt durch Hessen und zeigt seine Vorzüge.“
Hessen weltweit bekannt machen
Die Zielgruppe des 90 bis 120 Sekunden dauernden Films sollen vor allem ausländische Unternehmer und Funktionäre sein. Denen unter Umständen erst einmal klar gemacht werden müsste, wo sich Hessen in der Welt befindet. Und die schon mit diversen PR-Filmen abgefüttert sind und sich mutmaßlich von einem weiteren Film dieser Art nicht leicht fesseln lassen. Besonderen Nachdruck soll der Film darauf legen, die drei großen „I“ der Hessenwerbung rüberzubringen: die Infrastruktur, Internationalität und Innovationskraft des zentral in Deutschland gelegenen Landes mit einem Großflughafen, Autobahnen, hohen ausländischen Direktinvestitionen und einem hohen Bruttoinlandsprodukt.